Prager Burg

Die Prager Burg weist gleich mehrere Extras auf. In erster Linie ist sie die größte Burg der Welt, eingetragen im Guinnessbuch der Rekorde. Sie ist auch das meistbesuchte touristische Baudenkmal Tschechiens. Unter den böhmischen Burgen ist der Hradschin die wichtigste, da sich hier der Sitz des Herrschers und heute des Präsidenten befindet. Darüber hinaus zählt sie zweifellos zu den schönsten unserer Burgen. Die Prager Burg ist eine tschechische Rarität, deren Besuch für alle Touristen eine „Pflicht“ ist.

Geschichte

Die Prager Burg wurde bereits 870 vom Fürsten Bořivoj aus der Przemyslidenfamilie gegründet. Seit dem Zeitalter der Pfahlzäune hat sich jedoch deren Antlitz mehrmals geändert. Die Burg hat sich vergrößert, einen Riesenumbau erlebte sie insbesondere während der Herrschaft des Kaisers Karl des IV., der auch mit dem Bau des St. Veitsdoms begann, der zu einer der Dominanten Prags werden sollte (obwohl der Dom erst im 20. Jahrhundert fertiggestellt wurde). In dem Dom befindet sich auch die Ruhestätte der böhmischen Könige einschließlich des tschechischen Schutzheiligen Hl. Wenzel. Der Dom war auch die Krönungsstätte.
Die letzten grundsätzlichen Umgestaltungen entstammen aus der Zeit der ersten Jahre des selbständigen Tschechoslowakischen Staates. Sie wurden von dem weltbekannten slowenischen Architekten Josip Plečnik unter der Schirmherrschaft des ersten Präsidenten T. G. Masaryk durchgeführt. Die Prager Burg ist heutzutage ein Komplex von Gebäuden, wo praktisch alle Baustile des vergangenen Jahrtausends vertreten sind.
 

Was zu besichtigen ist

Sich die Prager Burg an einem Tag anzuschauen ist unmöglich. Auf der Burg gibt es gleich mehrere Rundgänge für die Touristen, so dass Sie eine Wahl zu treffen haben, darüber hinaus gibt es hier eine Menge von permanenten und zeitlich begrenzten Ausstellungen, die sich vor allem der Kunst widmen.

Basilika des hl. Georgs und das gleichnamige Kloster

Neben dem Dom befinden sich in der Prager Burg noch drei weitere Kirchen. Die interessanteste davon ist die Basilika des heiligen Georgs aus dem Jahr 920, die bis heute ihren ursprünglichen romanischen Charakter beibehalten hat. Sie ist Bestandteil des Klosters hl. Georgs, das ein halbes Jahrhundert später gegründet wurde. In den Räumlichkeiten des Klosters sind heute die Ausstellungsstücke der Nationalgalerie untergebracht. Hier kann man sich auch die tschechische Kunst des 19. Jahrhunderts anschauen.

Kaiserlicher Pferdestall

Die Räume der Stallungen des Kaisers Rudolf des II. wurden im 20. Jahrhundert für Ausstellungszwecke umgestaltet, heutzutage zählen sie zu den modernsten Galerien in Tschechien. Hier finden prestigeträchtige Kurzzeitausstellungen statt.

Goldene Gasse

Die Wohl romantischste Stelle auf der Prager Burg und vielleicht auch von ganz Prag, ist die Goldene Gasse, wo bereits die Alchimisten des Kaisers Rudolf des II. untergebracht waren. Vor nicht so lange vergangener Zeit lebte und schrieb hier der Schriftsteller Franz Kafka. Heute kehrten in die Gasse wieder die Handwerker und Künstler zurück, deren Werke Sie sich anschauen und auch kaufen können.

Gemäldegalerie der Prager Burg

In der Gemäldegalerie sind Werke aus den berühmten Sammlungen des Kaisers  Rudolf II., der ein leidenschaftlicher Kunstsammler war, ausgestellt. Bestandteil der Ausstellung sind Meisterwerke von Tizian, von Aachen und Rubens. Mehr als 100 von den insgesamt 4000 Gemälden befinden sich hier. Die Gemäldegalerie befindet sich im 2. Burghof.

Pulverturm

Der Pulverturm, der früher als Verteidigungsbestandteil mit Kanonen besetzt war, diente in der Zeit des Kaisers Rudolf des II. als alchimistisches Labor. Heute befindet sich dort eine Dauerausstellung, die der Burgwache gewidmet ist.

Interessantes

Am Eingang der Prager Burg bemerken Sie ganz bestimmt die Burgwache. Zu jeder vollen Stunde wird sie abgelöst, dies stellt eine dankbare touristische Attraktion dar. Jeden Tag genau zu Mittagszeit findet die feierliche Wachablösung mit der ganzen Militärparade statt.

Geschichte der Prager Burg

Die Geschichte der Prager Burg ist eine Dauerausstellung, die Sie Jahrhundert für Jahrhundert durch die gesamte Burggeschichte und damit auch durch die Geschichte der böhmischen Länder führt. Die Ausstellung ist in dem gotischen Geschoss des Alten Königlichen Palais untergebracht, wohin Sie vom 3. Burghof auf der rechten Seite des Doms hl. Wenzels gelangen.

Reitschule

Die Barockreitschule der Prager Burg dient bereits seit langem nicht mehr der Kunst des Pferdereitens. Gegenwärtig handelt es sich um den größten Ausstellungsraum in der Tschechischen Republik und jedes Jahr finden hier einige sehr interessante Ausstellungen statt.

Lustschloss der Königin Anna

Das Lustschloss ist das am weitesten entfernte Palais der Prager Burg. Im 16. Jahrhundert hat es Ferdinand der I. für seine Gattin am Ostrand des Königlichen Gartens erbauen lassen. Das Lustschloss stellt eines der schönsten Werke der Renaissancearchitektur in Mitteleuropa dar. Das Innere ist nur zu besichtigen, wenn hier eine der zahlreichen Ausstellungen stattfindet.

Interessantes

Sollten Sie zum Lustschloss gehen, so werden Sie einen bronzenen singenden Brunnen bemerken. Dieser erhielt seinen Namen dank dem Umstand, dass man wenn man von unten das Ohr an die Brunnenschale hält den Ton „a“ hört. Der Ton erinnert zugleich an entferntes Glockenläuten.
Praha - Pražský hrad 
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