Schätze der Erde

Pálava

Sollten Sie einmal gefragt werden, wo in Tschechien der beste Wein erzeugt wird, liegen Sie mit der Antwort: „in Mähren, genauer gesagt in der Region Pálava“ goldrichtig.

Da sind sich sowohl Weinkenner als auch Experten einig.

Das ist auch nicht verwunderlich, denn diese Region bietet bereits seit Jahrhunderten ideale Bedingungen für den Anbau verschiedener Rebsorten. Es handelt sich nämlich um die wärmste und trockenste Region Tschechiens, in der schon seit dem 2. Jahrhundert Wein angebaut wird.

Die Naturschönheit Pálavas
Die Naturschönheit Pálavas
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Děvín © Jan Miklín

Děvín

Die höchste Erhebung der Pavlover Höhen ist Teil des nationalen Naturreservats Děvín-Kotel-Soutěska.

Dolní Věstonice und Novomlýnské nádrže © Jan Miklín

Dolní Věstonice und Novomlýnské nádrže

Horní Věstonice - St.-Urban © Jan Miklín

Horní Věstonice - St.-Urban

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Über die Anfänge des Weinbaus unterhalb der Berge Pavlovské Vrchy kursieren zahlreiche Legenden. Einige besagen, dass die ersten Weinbauern römische Legionäre waren, weil die Region damals zum Römischen Reich gehörte. In der Pálava-Tiefebene lebten außerdem auch Kelten, die ebenfalls große Weinliebhaber waren und mit den Römern regen Handel betrieben. Die ältesten schriftlichen Nachweise darüber stammen aus Chroniken des 8. und 9. Jahrhunderts. Diesen zufolge wussten die damaligen Herrscher bereits, dass unter der hiesigen Sonne wahre Schätze im Erdreich reifen.

 

 

Um die spannende Geschichte des mährischen Weins und der Region kennen zu lernen, empfiehlt sich zunächst ein Spaziergang durch das uralte Zentrum der Region, das Städtchen Mikulov. In den Kellergewölben des Schlosses von Mikulov befindet sich eine umfangreiche Ausstellung mit einigen historischen Gegenständen (u.a. ein riesiges Weinfass aus dem 17. Jahrhundert). Wahre Abenteuer erwarten Sie allerdings hinter den Toren von Mikulov. Nach einer theoretischen Einführung sollten Sie also aufs Fahrrad steigen und Richtung Süden fahren.

Weinbauausstellung
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Bilder: Radwege im Pálava (© David Marvan)

 

Einer der vielen Radwege führt durch eine malerische Landschaft, die 1986 zum UNESCO-Biosphärenreservat erklärt wurde. Sie kommen dabei an zahlreichen romantischen Ruinen vorbei: an der Burg Sirotčí hrádek, der St.-Anton-Kapelle sowie an der Burg Dívčí hrad. Anschließend empfehlen wir einen kleinen Umweg, denn die Aussicht von der Burg Dívčí hrad auf den Novomlýnský-Stausee (Novomlýnská nádrž) ist die kleine Anstrengung wert. Unter Ihnen eröffnet sich nämlich die schöne Tiefebene und auch ihr Zielort – die Ortschaft Pavlov sowie das Dorf Dolní Věstonice. In dieser Gegend wurden übrigens Überreste von Mammutjägern aus der Steinzeit gefunden. Der Rest des Wegs führt durch die Weinberge ins Zentrum des malerischen Weindorfs Pavlov, das im 11. Jahrhundert gegründet wurde. Besonders schön sind die traditionellen Bauernhäuser mit barocken Giebeln aus dem 18. Jahrhundert, die barocke St. Barbara-Kirche sowie der schöne barocke Friedhof Pod Děvínem.

Pavlov
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Auf dem Fahrrad durch das Landschaftsschutzgebiet Pálava

Pálava

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