Sich königlich verwöhnen lassen

Marienbad

In der einst unwirtlichen Moorlandschaft Westböhmens entstand Anfang des 19. Jahrhunderts eine prächtige Kurstadt, die sich schnell bei namhaften Komponisten, Philosophen, Schriftstellern und Staatsmännern großer Beliebtheit erfreute.

Gustav Mahler und Richard Wagner beispielsweise komponierten hier ihre berühmtesten Werke; der Schriftsteller Rudyard Kipling trainierte auf dem Marienbader Golfplatz und sowohl Alfred Nobel als auch Maxim Gorkij ließen in den Kureinrichtungen der Stadt ihre Gebrechen behandeln.

Sigmund Freud wiederum sinnierte im Moorbad über die unergründlichen Tiefen der menschlichen Seele und Thomas Alva Edison bastelte im komfortablen Fünf-Sterne-Hotel Esplanade an seinen neuesten Erfindungen. Mark Twain beschrieb seinen Kuraufenthalt in Marienbad in seinem satirisch angehauchten Artikel Marienbad - A Health Factory. An mehreren Orten der Stadt sind Tafeln und Denkmäler zu sehen, die an den Kuraufenthalt dieser berühmten Persönlichkeiten erinnern.

 

Der wohl berühmteste Besucher der Kurstadt war der britische König Eduard VII., der scheinbar keinen anderen Ort Kontinentaleuropas so sehr mochte wie Marienbad, denn ab 1897 besuchte er die Stadt ganze neun Mal. Während seiner Besuche wurde die Stadt zum Mittelpunkt des Weltgeschehens und man führte Verhandlungen über politische Grundsatzfragen.

                                                                

  

Edward VII.
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Maxim-Gorki-Kolonnade

 

Nicht nur die Namen der Salons im Hotel Nové Lázně erinnern an den Besuch des britischen Herrschers, der sich hier im Jahr 1904 mit dem Kaiser der KuK-Monarchie Franz Joseph I. traf, sondern auch der Marienbader Golfplatz, der zu den ältesten in Europa gehört. Eduard VII. war maßgeblich an dessen Errichtung beteiligt und sogar bei der feierlichen Eröffnung anwesend. Nicht zuletzt war es also dem britischen Herrscher zu verdanken, dass der Golfsport in Tschechien Einzug hielt. Erst der Zweite Weltkrieg unterbrach die neue Begeisterung für den Golf.

Erst nach einer anschließenden vierzigjährigen Zwangspause, die durch das kommunistische Regime verursacht wurde, konnte der verloren gegangene Glanz des Golfclubs wieder hergestellt werden. Die britische Königsfamilie hatte das Verdienst ihres Ahnen an der Gründung des Golfplatzes sogar nach den vielen Jahren nicht vergessen. Königin Elisabeth II. verlieh daher dem Marienbader Golfclub (übrigens als einzigem in Mitteleuropa) im Jahr 2003 den Titel „Royal Golf Club“. Es könnte daher durchaus sein, dass Ihnen am Abschlag die ein oder andere Berühmtheit begegnet.

 

Bilder: Royal Golf Club Marienbad 1913, 1936 (© Royal Golf Club Mariánské Lázně)

Eine Wohltat für Seele und Leib

Zu einem Kuraufenthalt gehören unbedingt Wellness- und Verwöhnprogramme, sowie Kuren zur Stärkung der Abwehrkräfte. Gönnen Sie sich ein Verwöhnprogramm von höchster Qualität, das die neuesten medizinischen Erkenntnisse mit über 200-jahre alten Traditionen miteinander kombiniert.

Das mineralhaltige Heilwasser Marienbads kann zur Behandlung verschiedenster Krankheiten angewandt werden. Dank ihres hohen Kohlendioxidgehalts sind die Marienbader Mineral- und Gasbäder weltweit einmalig.

Im Health Spa Resort im Herzen der Stadt wird auch schnell deutlich, weshalb König Eduard VII. Marienbad so mochte. Man kann sich sogar ein Mineralbad in der königlichen Kabine gönnen, in der König Eduard höchstpersönlich entspannte. Im historischen Römischen Bad mit seiner wunderschön verzierten Decke kann man perfekt den Alltag hinter sich lassen und die Seele baumeln lassen. Erholung pur bietet auch das nahe gelegene Torfbad, das zu den ältesten in Europa gehört.

 

Bilder: Die Königliche Kabine Eduards VII. im Hotel Nové lázně (Infocentrum města Karlovy Vary, © 2 M STUDIO s. r. o.)

Marienbad

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