Manche mögen´s heiß

Karlsbad

Bereits Mitte des 14. Jahrhunderts wusste der böhmische König Karl IV., dass die heißen Quellen im Tal des Flusses Teplá heilende Kräfte haben.

Deshalb ließ er mitten im Wald ein Kurbad errichten, das bald seinen Namen tragen sollte. Bereits nach kurzer Zeit war Karlsbad der berühmteste Kurort des Landes. Auch Sie können in diese lebendige Stadt mit ihren fünf Kurkolonnaden eintauchen, in der man an jeder Ecke von Straßenkünstlern überrascht wird und sich gemütlich treiben lassen kann.

Karlsbad
Karlsbad
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Die Mühlbrunnkolonnade © Ladislav Renner

Die Mühlbrunnkolonnade

Die Mühlbrunnkolonnade © Ladislav Renner

Die Mühlbrunnkolonnade

Karlsbad © Ladislav Renner

Karlsbad

Karlsbad © Ladislav Renner

Karlsbad

Karlsbad © Ladislav Renner

Karlsbad

Karlsbad © Ladislav Renner

Karlsbad

Jelení skok © Ladislav Renner

Jelení skok

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Karl IV.
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Die einzigartige Energie des Wassers spürt man insbesondere in der Sprudelkolonnade (Vřídelní kolonáda), unter der sich der Geysir der wohl bekanntesten Quelle namens Vřídlo befindet. Das Mineralwasser sprudelt mit einer Temperatur von über 73°C aus einer Tiefe von über 12 Metern. Bei einem Besuch dieser Kolonnade sollten Sie auf keinen Fall die Ausstellung im alten Untergeschoss verpassen. Dort erfahren Sie nämlich mehr über die seltenen Mikroorganismen der Region sowie darüber, wie das Mineralwasser zur Gesteinsbildung verwendet werden kann.

Der Sprudel
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Heilquellen

 

Die zwölf wichtigsten Quellen werden traditionell zur Behandlung zahlreicher Krankheiten verwendet. In Karlsbad gibt es aber noch viele andere Quellen, die direkt in dem kleinen Fluss Teplá oder in den Kellern einiger Häuser entspringen. In den Genuss des wohltuenden Wassers kamen auch zahlreiche berühmte Persönlichkeiten, darunter Johann Sebastian Bach, der russische Zar Peter der Große, Karl Marx, Sigmund Freud oder auch die Hollywood-Schauspieler Mary Pickford und Robert Redford. Regelmäßig war auch Johann Wolfgang von Goethe zu Gast in der Stadt. Ihm gefiel es in Karlsbad so gut, dass er insgesamt dreizehn Mal die Stadt besuchte.

Zar Peter I. der Große
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Bilder: Johann Sebastian Bach, Peter der Große, Karl Marx, Sigmund Freud

Beethovens Muse

Es heißt, dass die Melodie, die der Briefträger einst auf seinem Posthorn spielte, Ludwig van Beethoven zum Hauptmotiv seiner Ouvertüre in C-Dur inspiriert haben soll. Der berühmte Komponist hat bei seinen beiden Besuchen im Jahr 1812 einen bleibenden Eindruck in der Stadt hinterlassen.

Ouvertüre in C-Dur
Ludwig van Beethoven

Ein unvergessliches Erlebnis war Beethovens Benefizkonzert für den österreichischen Kurort Baden, der 1812 durch ein verheerendes Feuer stark beschädigt worden war. Bei diesem Konzert spielte Beethoven gemeinsam mit dem italienischen Geiger Giovanni Batistta Polledre im Böhmischen Saal des Grandhotels Pupp. Beide gewannen schnell die Herzen des Publikums – vielleicht auch deshalb, weil Karlsbad ähnlich wie Baden zweimal durch einen Brand fast zerstört worden wäre.

Die lebendige und fröhliche Atmosphäre der Stadt spiegelt sich auch in Beethovens 8. Sinfonie wieder, an der der Komponist währen seines Karlsbad-Aufenthaltes arbeitete. Bis heute wird an Beethovens Besuche mit einem Beethovenfestival (Beethovenovy dny) erinnert, das alljährlich im August stattfindet. Das Karlsbader Sinfonieorchester spielt an diesen Tagen die berühmtesten Beethoven-Werke. In Gedenken an seine Bedeutung für Karlsbad gestaltete der Bildhauer Hugo Uher eine überlebensgroße Statue des Komponisten.

Das Filmfestival in Karlsbad – auf zu den Stars und Sternchen

Ende Juni und Anfang Juli gehört die Stadt zwei Wochen lang den Filmliebhabern, denn dann findet in Karlsbad das wichtigste Filmfestivals Mittel- und Osteuropas statt. Dann flanieren die Stars und Sternchen der Filmbranche über den roten Teppich vor dem Hotel Thermal und zugleich verwandelt sich die Stadt in eine endlos scheinende Party.

Kristallkugeln
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Das Filmfestival hatte seine Premiere im Jahr 1947 in Karlsbad. Im Jahr zuvor fand es noch im unweit gelegenen Marienbad statt. Während des kommunistischen Regimes und der dadurch bedingten politischen Isolation des Landes befand sich Karlsbad im Schatten der Filmfestivals von Cannes, Venedig und Berlin. Seit 1989 jedoch ist das Karlsbader Filmfestival auch auf internationaler Ebene immer bedeutender. Immer mehr Filmemacher und Kritiker kommen nach Karlsbad, da sie wissen, dass hier die Hoffnungsträger der Filmbranche ihren ersten Auftritt haben könnten.

Nach Karlsbad kommt man jedoch nicht nur um sich hervorragende Filme anzuschauen, sondern auch um neue Leute kennen zu lernen. Jedes Jahr wird eine Zeltstadt errichtet, in der eine sehr familiäre Atmosphäre herrscht und die vielen Partys ermöglichen ein schnelles Kennenlernen und Kontakteknüpfen.

 

 

Karlsbad

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