Olomouc

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Obwohl Olomouc erst im ersten Drittel des 13. Jahrhunderts im Umfeld des March-Flusses gegründet wurde, reicht die Geschichte dieser Ansiedlung in eine weitaus entferntere Vergangenheit zurück. In der Mitte des 11. Jahrhunderts ist die Przemysliden-Burg zum ersten Male erwähnt worden, das mährische Bistum wurde gegründet. Von den sakralen Denkmälern soll in erster Linie die Domkirche des hl. Wenzel genannt werden, um die sich der Residenzteil der Stadt mit der ehemaligen Burg und den Kanonikus-Häusern erstreckt. Als ein außerordentlich wertvolles romanisches Baudenkmal gilt der Bischofspalast mit seinen gediegenen Zwillingsfenstern. Im Gebäude des Kapiteldechans wurde im Jahre 1306 der letzte König aus der Przemysliden-Dynastie, Wenzel III., ermordet. Der zweite bedeutende Teil der Stadt wird vom westlichen Kolonisierungsdistrikt mit dem Oberen und dem Unteren Marktplatz gebildet. Aus der Gotik stammen u. a. die bemerkenswerte Pfarrkirche des hl. Mauritius sowie das stattliche Rathaus mit einer Erkerkapelle und der bekannten modernen Kunstuhr. Der Renaissancestil wird z. B. von etlichen Stadtpalästen und von Kaufmannshäusern, die „Unter den reichen Läden“ genannt werden, vertreten. Nach dem Dreißigjähigen Krieg erlebte die Stadt einen großangelegten Barock-Umbau. Außer den vom Jesuitenorden initiierten Bauten, dem erzbischöflichen Palast oder dem mit Olomouc benachbarten Wallfahrtsort Svatý Kopeček (Heiliger Berg) blieb bis heute ein einzigartiges Ensemble von sechs Barockbrunnen und mehreren Pestsäulen erhalten. Dort, wo sich früher die ausgedehnte Olmützer Barockfestung erstreckte, entstand im 19. Jahrhundert ein grüner Gürtel mit landschaftlich wertvollen Parkanlagen. Heute ist Olomouc Sitz des Olmützer Kreihauptmanns und seiner Behörde.



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