Jaroměř - Josefov

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Der mit der Aufklärungszeit untrennbar verknüpfte Kaiser Josef II. ließ in den Jahren 1780-1789 in Ostböhmen eine ausgedehnte Militärfestung und eine Stadt errichten. Die Stadt entsprach zu einem hohen Grad den klassizistischen Vorstellungen von einer Idealstadt. Die Obere Festung, die Niedere Festung und die Feste Brodce nahmen ein Gelände von beeindruckender Größe ein. Zu ihrem Bau wurden 500 Millionen Ziegelsteine verwendet, die einzelnen Festungen bildeten zusammen ein durchdachtes Verteidigungssystem. Doch belagert, geschweige denn erobert wurden sie niemals. Zu der über einem regelmäßigen, geometrischen Grundriss errichteten eigentlichen Soldatenstadt gehören vor allem Gebäude, die für die Soldaten und Offiziere sowie die Militärverwaltung bestimmt waren (Artilleriekaserne, Oberkommando usw.). Die Maria-Himmelfahrtskirche vom Anfang des 19. Jahrhunderts bildet eine bescheidene Dominante der Stadt. In einer Tiefe von 23 Metern unter der Erdoberfläche befinden sich 60 Kilometer lange Kasematten, von denen ein Teil der Öffentlichkeit zugänglich ist.