Zweitgrößte und zweitwichtigste Stadt der Tschechischen Republik, traditionsreiche Metropole Mährens und historische Residenz der Przemysliden-Dynastie - dank einem Erlass König Wenzels I. seit 1243 im Besitz der Stadtrechte. Die Silhouette der Stadt wird von der Burg Špilberk beherrscht. Im Burg-Areal ist ein frühgotischer Palas mit zwei Kapellen erhalten geblieben, in der Barockzeit wurde die Burg...
Die südböhmische Stadt České Budějovice wurde im Jahre 1265 vom böhmischen König Przemysl Ottokar II. am Zusammenfluss von Moldau und Malše gegründet. Der Stadt war ein Schachbrett-Grundriss in die Wiege gelegt worden; in ihrem historischen Baukern sind bis heute viele wertvolle Baudenkmäler erhalten geblieben. Aus dem 13. Jahrhundert stammt das Kloster des Dominikanerordens mit der Klosterkirche...
Český Krumlov wird als Kleinod historischer Architektur bezeichnet. Dass diese Feststellung in der Tat berechtigt ist, bestätigt die Eintragung des historischen Stadtkerns von Český Krumlov in die UNESCO-Welterbeliste (1992). Am Oberlauf der Moldau, die in diesem Abschnitt zahlreiche Mäander bildet, entwickelten sich im Laufe von Jahrhunderten ein einmaliges Ensemble vorwiegend aus dem 16....
Cheb gehört zu den ältesten Städten in der Tschechischen Republik; seine Geschichte reicht nachweislich bis ins 11. Jahrhundert zurück. Das nachfolgende 12. Jahrhundert hinterließ in der Stadt mehrere beeindruckende Spuren, vor allem in Gestalt einer romanischen Burg und der benachbarten zweigeschossigen Kapelle mit dem Patrozinium der hll. Erhard und Ursula. Die Burg - eine Pfalz Kaiser Friedrich...
Der Kessel von Děčín (Tetschen) war schon in der jüngeren Bronzezeit besiedelt,
im Laufe der Jahrhunderte wechselte sich hier eine ganze Reihe von Kulturen
ab. Das erste Mal wird Děčín im Jahre 993 erwähnt, als das
böhmische Herrschergeschlecht der Přemysliden hier vermutlich eine hölzerne
Befestigungsanlage errichtete.
Domažlice gilt seit jeher als Zentrum des Chodenlandes. Die Stadrechte wurden der Gemeinde vom böhmischen König Przemysl Ottokar II. verliehen (1262). Aus dem Mittelalter ist in Domažlice eine der wenigen Stadtburgen in den tschechischen Ländern erhalten geblieben; in unserer Zeit beherbergt die Chodenburg bedeutende ethnographische Sammlungen. Als Wahrzeichen der Stadt gilt der walzenförmige,...
Das hiesige Heilbad wurde im Jahre 1793 auf Anregung des Egerer Artes, Dr. Bernhard Adler, an einer Stelle gegründet, an der seit Menschengedenken eine Heilquelle entsprungen war. Zum Zentrum der neuen Kurstadt entwickelte sich keineswegs der Marktplatz der Stadt, sondern eine breite Promenadenstraße. Vom Ende des 18. Jahrhunderts und aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die...
Eine kleine Stadt am Ufer des Radbuza-Flusses, enstanden im 14. Jahrhundert an einer frühgotischen Burg, die später zu einem repräsentativen Renaissance-Schloss umgebaut wurde. An die frühgotische Bauphase dieses beeindruckenden Bauwerkes erinnert eine wertvolle dreischiffige Kapelle mit interessanten modernen Glasfenstern. Erwähnenswert sind ferner der 40 Hektar große Landschaftspark mit Gloriette,...
Bei Hradec Králové handelt es sich um die älteste Stadtgründung in Böhmen, ihre erste urkundliche Erwähnung bezieht sich auf das Jahr 1225. Im Mittelalter spielte die Stadt, an deren Stelle sich zuvor eine slawische Ansiedlung befunden hatte, als Witwensitz der böhmischen Königinnen eine wichtige Rolle. Aus dem 14. Jahrhundert ist die aus Ziegelstein gebaute Heilig-Geist-Kirche erhalten...
Der mit der Aufklärungszeit untrennbar verknüpfte Kaiser Josef II. ließ in den Jahren 1780-1789 in Ostböhmen eine ausgedehnte Militärfestung und eine Stadt errichten. Die Stadt entsprach zu einem hohen Grad den klassizistischen Vorstellungen von einer Idealstadt. Die Obere Festung, die Niedere Festung und die Feste Brodce nahmen ein Gelände von beeindruckender Größe ein. Zu ihrem Bau wurden 500...
Bei der im malerischen Böhmischen Paradies gelegenen Stadt Jičín handelte es sich zunächst um eine Ansiedlung mit vorwiegend gezimmerten Häusern. Am Anfang des des 17. Jahrunderts begann Herzog Albrecht von Waldstein sein großangelegtes Konzept zu verwirklichen: In Jičín wurden nicht nur viele steinerne Häuser gebaut, sondern nach einem ambiziösen Projekt italienischer Architekten entstanden ein im...
Jihlava, eine der ältesten Bergbaustädten im heutigen Tschechien, war in der Mitte des 13. Jahrhunderts in der Nähe reichhaltiger Silberlager gegründet worden. Die Prosperität der Stadt im Mittelalter belegen nicht nur zahlreiche sakrale Baudenkmäler (z. B. die St.-Jakobs-Kirche), sondern auch etliche Bürgerhäuser mit mittelalterlichen Baukernen und gotischen Gewölben und Lauben und die gewaltige...
Die Geschichte von Jindřichův Hradec ist einerseits mit seiner Lage im Umfeld der historischen Grenze zwischen Böhmen, Mähren und Österreich, andererseits mit dem mächtigen Adelsgeschlecht von Neuhaus verbunden. Als bedeutendster Denkmalkomplex der Stadt gilt das im repräsentativen Stil der Renaissance gehaltene prachtvolle Stadtschloss, das aber auch einen gotischen Palas mit äußerst wertvollen...
Kadaň zählt zu den Stadtgründungen des böhmischen Königs Przemysl Ottokar II. (13. Jahrhundert). Die bedeutendten Baudenkmäler der Stadt – die gotische Burg, ein Teil der gotischen Stadtbefestigung mit dem gewaltigen Festungsvorwerk vor dem Saatzer Tor und das gotische Rathaus (14. bis 15. Jahrhundert) mit einer repräsentativen Kapelle und seinem hohen, mit einem wertvollen gemauerten Helm bekrönten...
Bedeutende Königsstadt und vorzügliches Beispiel für den entwickelten mittelalterlichen Städtebau, der schon im 13. Jahrhundert einen regelmäßigen Stadgrundriss mit Straßen und Marktplätzen vorsah. Als außerordentlich wertvolle Leistung gotischer Baukunst wird die Pfarrkirche des hl. Bartholomäus geschätzt. Architekt des hohen Chores der Domkirche war in den Jahren 1360-1378 Peter Parler. Aus der...
Die Stadt besitzt eine günstige Lage am Mittellauf der March, inmitten der fruchtbaren Felder der Haná-Ebene. Ihre erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1110 zurück, in dem Grundlagen zum Bündnis mit der römisch-katholischen Kirche gelegt wurden. Im Jahre 1777 erkor das Erzbistum Olomouc (Olmütz) die Stadt Kroměříž (Kremsier) mit ihrem Schloss und den prachtvollen Schlossgärten) zur...
Das im Tal des Mährischen Tores am Fluss Bečva gelegene Städtchen stellt ein charakteristisches Beispiel der für das 13. Jahrhundert typischen Kolonisierung und der damit zusammenhängenden regelmäßigen Stadtplanung. Der eindrucksvolle Markplatz wird von spätgotischen und Renaissancehäusern aus dem 15. bzw. 16. Jahrhundert (einschließlich des im Empirestil umgestalteten Renaissance-Rathauses) und von...
Litoměřice, eine der ältesten und bedeutendsten Städte in Böhmen, liegt in einer fruchtbaren Niederung an der Elbe und der Eger. Bereits im 11. Jahrhundert haben hier die Przemysliden ein Kapitel ins Leben gerunfen und eine romanische Basilika gegründet. In der Barockzeit wurde aus der Basilika eine Bischofsresidenz mit der Domkirche des hl. Stephan. Im Umfeld des Marktplatzes findet man eine...
In der Mitte des 13. Jahrunderts ist Litomyšl zur Stadt erhoben worden, einhundert Jahre später nahm die Bedeutung der Stadt in Folge der Gründung des zweiten Bistums in Böhmen um ein Beträchtliches zu. Für das Stadtbild ist der längliche, straßenähnliche Marktplatz charakteristisch, der von historischen Bürgerhäusern gesäumt wird. Das von soliden Steinmetzarbeiten geschmückte Renaissancehaus „Zu...
Mittelalterliches Städtchen oberhalb der mäandrierenden Eger. Die königliche Wachtburg, ein in der Tat außerodentlich beeindruckendes Wahrzeichen, hat bis heute romanische Bauelemente bewahrt. Die zum Teil mit Fachwerk geschmückte Burg ist unter dem böhmischen König Wenzel IV. umgebaut und später noch einmal im Geiste der sächsischen Renaissance umgestaltet worden. Das charakteristische Fachwerk...