Děčín

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Der Kessel von Děčín (Tetschen) war schon in der jüngeren Bronzezeit besiedelt, im Laufe der Jahrhunderte wechselte sich hier eine ganze Reihe von Kulturen ab. Das erste Mal wird Děčín im Jahre 993 erwähnt, als das böhmische Herrschergeschlecht der Přemysliden hier vermutlich eine hölzerne Befestigungsanlage errichtete. Mitte des 13. Jahrhunderts wurde die Anlage zu einer steinernen Burg umgebaut und später entstand im Süden unterhalb der Burg eine Königsstadt. Ein Ereignis, das Einfluss auf die wirtschaftliche Blüte im 19. Jahrhundert nahm, war die Inbetriebnahme der Eisenbahnstrecke Prag – Bodenbach (Podmokly) – Dresden im Jahre 1851.
Am linken Ufer der Elbe, die bis dahin nur von eigenständigen Siedlungen gesäumt war - die bedeutendste davon war Podmokly - entstanden im 19. Jahrhundert zahlreiche Industriebetriebe. Einen bedeutenden Anteil an der Blüte der Stadt hatten die Eigentümer der Herrschaft, insbesondere Franz Anton von Thun, ein Intellektueller und fortschrittlicher Ökonom. Gegen 1880 ließ Podmokly Děčín in puncto Einwohnerzahl und wirtschaftlicher Bedeutung hinter sich. Die rege Bautätigkeit seinerzeit behielten die Stadträte von Podmokly unter Kontrolle, so dass wir heute eines der vollständigsten und umfangreichsten Denkmäler der Jugendstilarchitektur Böhmens bewundern können.
Im Oktober 1942 wurden Děčín, Podmokly und Staré Město vereinigt. Heute ist Děčín mit 53 000 Einwohnern ein bedeutendes Verkehrs-, Handels-, und Verwaltungszentrum und zählt dank seiner malerischen Umgebung zu einem der bedeutendsten touristischen Zentren Nordböhmens.