Das Heilbad ist auf einem Hochplateau, in einem ausgedehnten, 200 Hektar großen Waldpark gelegen. Meereshöhe 450 m, Flachlandklima, mitunter mit Reizwirkungen verbunden. Zahlreiche Grünanlagen, klassizistische Architektur, keinerlei störende Einflüsse städtischer Zivilisation. Eines der Kleinodien des tschechischen Kur- und Heilbäderwesens.
Lage
unweit von Cheb
Naturheilmittel
hochwertige, stark alkalische kohlensaure Quellen (unmittelbar in der Kurstadt entspringen 24 Quellen, 12 davon werden zu Bade- und Trinkkuren sowie zu Inhalationen verwendet); schwefel- und eisenhaltiges Moor. Gas-Bäder (natürliche Kohlendioxid-Ausströmung)
Indikation
Gefäß- und Frauenkrankheiten, Bewegungsstörungen
Stadt
Das Heilbad Františkovy Lázně, das kleinste im westböhmischen Bäderdreieck, ist im Jahre 1793 gegründet worden. Bis heute hat das Bad das Aussehen einer kleineren Kustadt von der Jahrhundertwende bewahrt, das einheitliche architektonische Bild der im klassizistischen Stil gehaltenen Kurhäuser und Pavillons unterstreicht die Anmut dieses angenehmen Kur- und Badeortes. Das für die bergnahe Gegend charakteristische Mittelgebirgsklima, die umliegenden Wälder und die gepflegten städtischen Parkanlagen wirken sich fördernd aus und tragen zur Genesung bei. Sie bringen den Kurgästen neue Kraft und gestalten ihren Aufenthalt außerodentlich angenehm.
Therapie
Die dreiundzwanzig hochwertigen kohlensauren, stark alkalischen Mineralquellen, das Franzensbader Moor und die Naturgas-Quellen werden bei Gefäß-, Herz- und Frauenkrankheiten eingesetzt.
Aktive Erholung
Minigolf, Fitness-Zentrum, Solarium, Tennis, Fahrradverleih, Angeln
Kultur
Theater, Kino, Kolonnadenkonzerte; orthodoxe Kirche der hl. Olga
Veranstaltungen: „Musikalischer Sommer“, „Das literarische Františkovy Lázně“
Ausflüge
Naturschutzgebiet SOOS - europäische Rarität (Mofetten)
Komorní Hůrka (Kammerbühl) - erloschener Vulkan aus dem Quartär
Žirovnice - „Schmetterlingsfarm“
Cheb - historisches Krämerhaus-Ensemble „Stöckel“
Verkehrsverbindungen
Schnellzüge in Richtung Plzeň, Praha, Ostrava, Hradec Králové. Dichtes Netz regionaler sowie auch überregionaler Buslinien. Integriertes Verkehrssystem der Euregion Egrensis.
Personen, Daten, Geschichte
· Kaspar Bruschius entdeckt in den Jahren 1520-1536 die in Umfeld von Cheb entspringenden Quellen.
· Der Joachimsthaler Arzt Georg Agricola führt eine Analyse der Franzensbader Kohlendixid-Ausströmung durch.
· Nach den im Jahre 1565 durchgeführten Analysen bestätigen sich die medizinischen Auswirkunen der hiesigen Quellen.
· Der Egerer Arzt Adler regt im Jahre 1785 eine architektonische Gestaltung der Quellen an. Er lässt im Jahre 1791 oberhalb der Franziskus-Quelle die erste Kurhalle errichten. Neun Jahre später kommen die ersten Kurgäste hierher zum Moorbad.
· Im Jahre 1793 wird der Bau des ersten Kurhauses von Františkovy Lázně zu Ende geführt.


