St.-Georgsbasilika und - kloster
Die St.-Georgsbasilika (Bazilika sv. Jiří) (920) auf der Prager Burg (Pražský hrad) ist eine der bedeutendsten romanischen Sehenswürdigkeiten in Prag.
Tipps für Sie:
Sie finden hier eine Sammlung von Kunstwerken ab dem Ende des 16.Jh. bis Ende des 18.Jh. Die Ausstellung wird verwaltet von der Nationalgalerie(Národní galerie ).
Bertramka
In der klassizistischen Villa Bertramka (www.bertramka.com) weilte Wolfgang Amadeus Mozart während seiner Pragbesuche.
Interessantes
Im Herbst 1787 fand Mozart hier die Bedingungen zur Vollendung der Oper Don Giovanni.
Tipps für Sie:
Heute beherbergt die Villa die Dauerausstellung vom Museum W.A.Mozarts und der Eheleute Dušek, den Eigentümern der Villa.
Botanischer Garten in Trója
Der Botanische Garten (Botanická zahrada) in Trója (www.botgarden.cz) bietet mehrere Außenexpositionen: den herrlichen Japanischen Garten, die Flora der Türkei und des Mittelmeeres, einen Weinberg mit Vinothek und unzählige attraktive Blumensammlungen, verteilt auf einer Fläche von 70 ha.
Interessantes
2004 fand im Botanischen Garten in Trója die Eröffnung des einzigartigen Tropenglashauses Fata Morgana statt (www.fatamorgana.cz). Dieses umfasst eine Fläche von nahezu 2200 m2 und teilt sich in drei 3 Abschnitte – einer trockenen (Halbwüste), tropischen (Regenwald) und kalten Zone aus der Umgebung der Anden, dem Kap der Guten Hoffnung, Tasmaniens oder Neuseelands.
Prag gehört nun zu einigen wenigen Städten weitweit, die über ein Kalthaus verfügen.
Schwarzer Turm auf der Prager Burg
Der schwarze Turm (Černá věž) – der älteste Turm Prags aus dem Jahre 1135 - wurde als Teil der romanischen Befestigungsanlage der Prager Burg erbaut. Zu Zeiten Karls IV. nannte man ihn „Goldener Turm“, da er mit stark vergoldeten Bleiplatten verkleidet war.
Haus zur Schwarzen Mutter Gottes
Das Haus zur Schwarzen Mutter Gottes (Dům u Černé Matky Boží) ist ein bedeutendes Beispiel für Kubismus in Architektur und Kunstgewerbe.
Tipps für Sie:
Heute beherbergt es das Museum für tschechischen Kubismus (www.ngprague.cz) mit einer Dauerausstellung.
Besuchen Sie das stilechte kubistischeGrand Café Orient (www.grandcafeorient.cz) im 1. Stock des Hauses, das unlängst nach dem ursprünglichen Projekt renoviert wurde.
Haus zur Steinernen Glocke
Das Haus zur Steinernen Glocke (Dům U Kamenného zvonu) auf dem Altstädter Ring (Staroměstské náměstí) ist eine der ältesten Prager Sehenswürdigkeiten aus der Zeit der Gotik.
Tipps für Sie:
Besuchen Sie hier Ausstellungen von moderner und zeitgenössischer Kunst in der Galerie der Hauptstadt Prag (Galerie hlavního města Prahy ).
St.-Nikolaus-Kirche auf der Kleinseite
Der St. Nikolaus geweihte Jesuitenkirche wurde Mitte des 18.Jh. fertiggestellt. Die Kirche weist ein reiches, architektonisches Interieur auf, das auf der gegenseitigen Durchdringung geometrischer Körper gründet. Die Dekoration ist barock. Ebenfalls sehr interessant ist der Turm der St.-Nikolaus-Kirche (Chrám sv. Mikuláše).
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Auf der Kirchenorgel spielte einst Wolfgang Amadeus Mozart. Nach seinem Tod wurde in der St.-Nikolaus-Kirche eine Totenmesse gefeiert, an der über 4000 Prager teilnahmen.
Heinrichsturm
Der Heinrichsturm (Jindřišská věž) (www.jindrisskavez.cz) – ein renovierter Turm aus den 70er Jahren des 16.Jh. mit einer Galerie und einem Restaurant.
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Im Turm gibt es ein Glockenspiel mit 10 Glocken, das von innen zu hören ist – das einzige seiner Art in Europa.
Tipps für Sie:
Im 6. Stock können Sie das Prager Turmmuseum mit Fotos und Beschreibungen von 120 Türmen besuchen.
Jubiläumssynagoge
Die Jubiläumssynagoge (Jubilejní synagoga) wurde Anfang des 20.Jh. im Pseudomaurischen Stil in der Neustadt (Nové Město) erbaut.
Kampa
Die romantische InselKampa mit einem zentralen, ovalen Platz, malerischen Häusern und einem Park im freien, englischen Landschaftsstil. Zwischen der Kampa und der Kleinseite (Malá Strana) fließt der Teufelsbach (Čertovka), ein Flussarm der Moldau (Vltava) mit einem renovierten, hölzernen Mühlrad.
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Die Gruppe von Häusern, zwischen denen die Čertovka hindurchfließt, wird Prager Venedig genannt.
Karlsbrücke
Die Karlsbrücke (Karlův most) ist eine derschönsten Brücken der Welt und die älteste Brücke Prags. Sie ist fast 10 m breit und 516 m lang, und ruht auf 16 Pfeilern.
Sie ist von beiden Seiten mit Türmen befestigt – dem Altstädter Turm (Staroměstská věž) und den beiden Kleinseitner Türmen (Malostranské věže).
Die Brücke zieren 30 barocke Statuen und Statuengruppen vom Anfang des 18.Jh., die Heilige, Persönlichkeiten aus der Geschichte und der Bibel darstellen.
Die Karlsbrücke wird von Straßenkünstlern bevölkert - Maler, Musiker, Tänzer, Mimiker, die sich zur Vereinigung von Künstlern der Karlsbrücke zusammengeschlossen haben (www.karluv-most.cz).
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Datum und Uhrzeit der Grundsteinlegung waren kein Zufall. Sie bilden nämlich eine zur Zahl 9auf- und wieder absteigende Zahlenkette (Jahr 1357, Tag 9.7, Uhrzeit 5.31 Uhr).
Tipps für Sie:
Im Jahr 1393 wurde Generalvikar Jan Nepomuk von der Karlsbrücke ins Wasser gestoßen, da er dem böhmischen König Wenzel (Václav) IV. nicht das Beichtgeheimnis von Königin Sofie preisgeben wollte. Mitte des 18.Jh. wurde er heilig gesprochen.
Ein kleines Messingkreuz mit fünf Sternen bezeichnet die Stelle am Brückengeländer, von der er ins Wasser gestoßen wurde (zwischen der Statue von Johannes dem Täufer und der Statuengruppe der hll. Norbert, Wenzel und Sigmund (Zikmund)). Der Legende nach geht demjenigen, der die Hand aufs Kreuz auflegt, so dass jeder Finger je einen Stern berührt, seingeheimer Wunschin Erfüllung. Auch das Berühren des Reliefs an der St. Nepomukstatue soll Glück bringen.
St.-Veitsdom
Das Wahrzeichen der Prager Burg , der größte und bedeutendste Dom Prags sowie geistiges Symbol des tschechischen Staates ist der den Heiligen Veit, Wenzel und Adalbert geweihte Dom (Katedrála sv.Víta, Václava a Vojtěcha), kurz St. Veitsdom genannt.
Der heute gotische Dom ist bereits die dritte, an dieser Stelle erbaute Kirche – zunächst stand hier eine romanische Rotunde, später eine aus drei Schiffen bestehende Basilika. Im Jahre 1344 veranlasste Karl IV. den Bau eines gotischen Domes. Die Bauarbeiten erstreckte sich über fast 600 Jahre, im Jahre 1929 wurde der Dom feierlich geweiht.
Königsgruft
Vor dem Hauptaltar befindet sich das Königsmausoleum und darunter, im Souterrain des Domes die Königsgruft.
St.-Wenzelskapelle
Kultisches Zentrum des Domes ist die herrlich geschmückte St.-Wenzelskapelle mit dem Grab des Hl. Wenzels, dem Patron des Landes Böhmen.
Neben Gottesdiensten spielten sich hier auch die Krönungen böhmischer Könige und Königinnen ab. Hier werden die böhmischen Kronjuwelen aus reinem Gold, reich verziert mit Edelsteinen und Perlen aufbewahrTipps für Sie: die St.-Wenzelskrone (1346), das Königliche Zepter und der Reichsapfel (aus dem 16.Jh.).
St.-Wenzelskrone
Die St.-Wenzelskrone aus 21- und 22-karätigem Gold wiegt fast 2,5 kg und wird von 96 ungeschliffenen Edelsteinen geschmückt. Der Rubin in der böhmischen Krone ist der größte, zu Schmuck verarbeitete Rubin der Welt. Die St.-Wenzelskrone zieren 6 der 9 größten Saphire dieses Planeten. Die höchste Stelle der Krone nimmt ein Saphirkreuz ein, in dem ein Dorn eingeschlossen ist, der angeblich aus Christi Dornenkrone stammt.
Das Kleinod ließ Karl IV., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation, anlässlich seiner feierlichen Krönung zum König Böhmens anfertigen. Der Legende nach muss derjenige, der sie sich unbefugt aufsetzt, mit dem Tod dafür bezahlen.
Tipps für Sie:
Die Galerie des Domturms bietet Besuchern einen phantastischen Blick auf den Dom, die Prager Burg u nd ganz Prag .
Klementinum
Das Klementinum (www.klementinum.cz) ist der zweitgrößte Baukomplex nach der Prager Burg. In diesem ehemaligen Jesuitenkloster befindet sich heute die Nationalbibliothek der Tschechischen Republik.
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Im Jahre 1722 wurde hier der sog. Astronomische Turm errichtet, in dem seit 1775 bis heute durchgehend meteorologische und klimatische Messungen aufgezeichnet werden.
Eine der wertvollsten Räumlichkeiten der Bibliothek ist der Barocke Bibliothekssaal.
Tipps für Sie:
Der Astronomische Turm ist für die Öffentlichkeit zugänglich.
Eine weitere Perle des Areals ist die Spiegelkapelle, in der regelmäßig Konzerte gegeben werden.
Loreta
Die Bezeichnung Loreta (www.loreta.cz) stammt vom italienischen Wallfahrtsort Loreta, wo sich die CasaSanta (jenes Haus in Nazareth, in dem Erzengel Gabriel der Jungfrau Maria verkündete, dass sie Jesus Christus zur Welt bringen werde).
Der geistlichen Verwaltung des Wallfahrtortes haben sich die Kapuziner angenommen, welche bei Loreta das erste Kloster in Böhmen errichteten.
Die mit Marmorreliefs geschmückte Casa Santa befindet sich mitten im Hof und ist von 6 Kapellen umgeben.
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Dominante an der Fassade der Loreta ist das berühmte Loreta-Glockenspiel – 30 Glocken spielen zu jeder Stunde ein altes, der Jungfrau Maria gewidmetes Lied. Die Klaviatur des Glockenspiels aber lässt jede beliebige Melodie zu - u.a. machten sich dessen einst Wolfgang Amadeus Mozart oder Ferenc Liszt bei ihren Konzerten zunutze. Auch heute noch werden in der Loreta Glockenspielkonzerte veranstaltet.
In der Loreta ist eine Sammlung herrlicher Kleinodien, der sog. Schatz vonLoreta untergebracht. Das bekannteste darunter ist die sog. Prager Sonne – die 12 kg schwere, die Sonne nachbildende Monstranz zieren 6222 Diamanten.
Tipps für Sie:
Regelmäßige Gottesdienste: in der Kirche zur Geburt des Herrn wird die Heilige Messe sonntags um 18:00 Uhr gefeiert, in der Casa Santa samstags um 7:30 Uhr. Wenn Sie als Pfarrei oder Gruppe eine Wallfahrt unternehmen und die Prager Loreta besichtigen wollen, können Sie hier die Heilige Messe feiern.
Maiselrathaus
Das Jüdische Maiselrathaus (Maislova radnice) – ursprünglich gehörte dazu auch die Hohe Synagoge (Vysoká synagoga).
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Unter dem Rathausdach hängt eine Uhr mit hebräischen Ziffern. Die Zeigerbewegen sich gegen den Uhrzeigersinn – von links nach rechts.
Kleinseitner Brückentürme
Die Türme am linken Moldauufer schließen die Karlsbrücke ab. Der kleinere Turm aus dem 12.Jh. ist romanisch, der höhere, gotische Turm knüpft vom Stil her an den Altstädter Brückenturm an und stammt aus der zweiten Hälfte des 15.Jh.
Tipps für Sie:
Im Turminneren ist eine Dauerausstellung über die Geschichte der Karlsbrücke untergebracht.
Kleinseitner Platz
Der Kleinseitner Platz (Malostranské náměstí) – ein malerischer Platz auf der Kleinseite - wird dominiert von der barocken St.-Nikolaus-Kirche.
Nationaltheater in Prag
Das im Stil der Neurenaissance erbaute Nationaltheater (Národní divadlo) in Prag (www.narodni-divadlo.cz) stellt die Hauptbühne von drei künstlerischen Ensembles dar: Ballett, Schauspiel und Oper.
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Die erste Eröffnung des Theaters fand im Jahre1881 statt. Nach insgesamt 12 Vorstellungen brach im August ein zerstörerischer Brand aus. Dies rief bei der gesamten Nation eine ungeheure Entschlossenheit hervor, Sammlungen zum Wiederaufbau des Gebäudes durchzuführen. 1883 schließlich konnten die Bauarbeiten am Theater abgeschlossen und dieses abermals feierlich eröffnet werden. Die Begeisterung der gesamten Nation fand im Motto „Národ sobě“ (dt. Für die Nation von der Nation) Ausdruck, welches auf der Bühne über dem Vorhang geschrieben steht.
Tipps für Sie:
Neben dem Nationaltheater werden im Mozartschen Ständetheater (Stavovské divadlo) und im Theater Divadlo Kolowrat Vorstellungen gegeben.
Nationalmuseum
Das Nationalmusem (Národní muzeum) (www.nm.cz) – Sitz des größten und ältesten Museums in der Tschechischen Republik - ist ein Gebäude im Stil der Neurenaissance, das über dem Wenzelsplatz (Václavské náměstí) thront.
Tipps für Sie:
Zu sehen sind historische (Urzeit, Archäologie, Theater) und naturwissenschaftliche Sammlungen (Mineralogie, Geologie-Paläontologie und Zoologie).
Im Gebäude des Nationalmuseums, auf den historischen Treppen, werden regelmäßige Symphoniekonzerte gegeben.
Weitere große Ausstellungen, die vom Nationalmuseum verwaltet werden, sind im Musikmuseum (Muzeum
hudby) und im Náprstek-Museum für asiatische, afrikanische und amerikanische Kulturen (Náprstkovo
muzeum asijských, afrických a amerických kultur) zu finden.
Nerudagasse
Die Nerudagasse (Nerudova ulice) führt vom oberen Eck des Platzes Malostranské náměstí hinauf in Richtung Prager Burg. Diese Straße war einst der wichtigste Weg, der zur Burg führte, da auf ihr der sog. Königsweg beschritten wurde.
Interessantes
Interessant sind die historischen Portale der Häuser, die altertümlich geschmückten Türen sowie die historischen Hauszeichen – Reliefs, Statuen und Bilder - an den Hauseingängen, die im Mittelalter die Funktion der heutigen Hausnummern erfüllten. In der Regel wurden die Häuser auch nach den Hauszeichen benannt.
Tipps für Sie:
Versuchen Sie doch mal, auf dem Weg folgende Kleinseitner Häuser anhand ihrer Hauszeichen zu finden – Zu den drei Geigen (U Tří housliček), Zu den zwei Sonnen (U dvou slunců), Zum goldenen Schlüssel (U Zlatého klíče), Zum Weißen Engel (U Bílého anděla), Zum roten Löwen (U červeného lva).
Gemeindehaus
Das Gemeindehaus (Obecní dům) (www.obecnidum.cz) ist ein prächtiger Sezessionsbau vom Anfang des 20.Jh. mit einem monumentalen Konzertsaal, dem Smetanasaal, in dem die bedeutendsten Konzerte in Prag gegeben werden, sowie einer großen Kunstgalerie.
Tipps für Sie:
Gönnen Sie sich eine Pause in den im Stil der Sezession gestalteten Gesellschaftsräumen (Café, Französisches Restaurant, Vinothek, American bar und Plzeňská lidová restaurace).
Astronomische Uhr
Die Altstädter Astronomische Uhr (Staroměstský orloj) aus dem 15.Jh. ist eine der
einzigartigsten und bedeutendsten Prager Sehenswürdigkeiten. Sie hängt am
gotischen Turm des Altstädter Rathauses (Staroměstská
radnice). Die Astronomische Uhr ist ein Meisterwerk gotischer Wissenschaft und Technik in Böhmen und ein wertvolles Kunstdenkmal.
Zu jeder vollen Stunde zwischen 9.00 - 21.00 erscheinen in den beiden Fenstern die Figuren der 12 Apostel. Zugleich erwachen an den Seiten der Astronomischen Uhr die Figuren des Sensenmannes, des Türken, des Geizigen und des Eitlen. Nachdem alle Apostel vorbeigezogen sind, kräht der Hahn und die Turmuhr beginnt zu schlagen.
Interessantes
Der Legende nach ließen Prager Ratsleute den Meister, der die Astronomische Uhr gebaut hatte, blenden, damit er nirgendwo anders eine Kopie davon anfertigen könne.
Die Astronomische Uhr zeigt vier verschiedene Zeiten
- Die Mitteleuropäische (altdeutsche) Zeit – wird mittels römischer Ziffern am Sphärenrand vom Sonnenzeiger angegeben.
- Altböhmische Zeit – hier beginnt ein neuer Tag mit dem Sonnenuntergang. Wird in Form goldener, gotischer Ziffern auf einem gesondert gesteuerten Ring außerhalb der Sphäre angezeigt.
- Babylonische Zeit (variiert) – hiernach dauert ein Tag von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, daher sind die Stunden im Sommer länger als im Winter. Die Prager Astronomische Uhr ist die einzige Uhr weltweit, welche diese Zeit zu messen vermag.
- Sternenzeit – wird durch römische Ziffern veranschaulicht. Im unteren Teil der Fassade befindet sich ein Kalenderzifferblatt, das den Tag und dessen Position in der Woche, im Monat und Jahr angibt.
Tipps für Sie:
Wenn Sie die Astronomische Uhr bereits besichtigt haben, könnten Sie noch auf den Altstädter Rathausturm steigen. Von oben aus überblickt man die Touristenmenge und den gesamten Altstädter Ring .
Palais Kinsky
Im Palais Kinsky (Palác Kinských) aus der Mitte des 18.Jh. am Altstädter Ring ist eine Ausstellung der Nationalgalerie – Landschaften in böhmischer Kunst des 17.- 20.Jh. -untergebracht.
Palaisgärten
Am Südhang der Burg befindet sich ein weiterer Gartenkomplex, bestehend aus 5 Palaisgärten (www.palacovezahrady.cz, www.prazskezahrady.cz): Ledebourggarten (Ledeburská zahrada), Kleiner Pálffygarten (Malá Pálffyovská zahrada), Großer Pálffygarten (Velká Pálffyovská zahrada), Kolowratgarten (Kolowratská zahrada), Kleiner Fürstenberggarten (Malá Fürstenberská). Die Gärten sind miteinander verbunden.
Tipps für Sie:
Die gut 30 Aussichtsterrassen der Gärten bieten einen unvergesslichen Blick auf das Prager Panorama.
Laurenziberg
Der Laurenziberg (Petřín) (www.petrin.cz) ist der höchste Berg Prags.
Der Laurenziberg ist berühmt für seine Gärten und Parks und ist ein beliebter Treffpunkt für verliebte Paare. Die Dominante des Laurenzibergs ist der Aussichtsturm (Spiegellabyrinth (Zrcadlové bludiště).
Tipps für Sie:
Wie wäre es mit einer Fahrt mit der Standseilbahn vom Fuß des Laurenzibergs (Haltestelle Újezd) bis zum Gipfel (der Höhenunterschied beträgt 130,5 m). Die Wagen haben dieselbe Neigung wie die Strecke, d.h. 45°. In der Seilbahn gelten die Fahrscheine für die Öffentlichen Verkehrsmittel.
Die Sternwarte Štefánikova hvězdárna (www.observatory.cz) am Gipfel des Laurenzibergs bietet das ganze Jahr über öffentliche Beobachtungen des Tages- und Nachthimmels.
Aussichtsturm Laurenziberg
Der Aussichtsturm Laurenziberg (Petřínská rozhledna) befindet sich auf dem Prager Laurenziberg.
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Der Aussichtsturm Petřín ist eine fünfmal kleinere Kopie des Pariser Eiffelturms (63,5 m). Sein höchster Punkt liegt auf gleicher Meereshöhe wie der echte Eiffelturm.
Tipps für Sie:
In einer Höhe von 56 m gibt es eine Aussichtsgalerie, zu der 299 Stufen führen. Von hier aus hat man einen atemberaubenden Blick auf ganz Prag.
Spiegellabyrinth Laurenziberg
Im Pavillon des ehemaligen Turistikclubs Böhmens aus dem Jahren 1891 stellt ein 18 m langes Diorama den Kampf von Prager Studenten mit Schweden auf der Karlsbrücke im Jahre 1648 dar.
Tipps für Sie:
Machen Sie einen Rundgang durch das Spiegellabyrinth, das sich gleich beim Eingang befindet und begeben Sie sich in den Lachsaal, der mit 14 nach außen und innen gewölbten Zerrspiegeln ausgestattet ist.
Pulvertor
Das Pulvertor (Prašná brána) ist eine monumentale Einfahrt in die Altstadt (Staré Město) und eines der Wahrzeichen Prags. Mit dem Bau wurde bereits im Jahre 1475 angefangen, später wurde es im pseudogotischen Stil umgebaut.
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Der Name stammt aus dem 18.Jh., damals diente das Tor als Schießpulverlager.
Tipps für Sie:
Das Pulvertor ist 65 m hoch, zur Aussicht in einer Höhe von 44 m führt eine Wendeltreppe mit 186 Stufen.
Von hier aus startete der sog. Königsweg, den auch Sie begehen können!
Prager Jesuskind
Das Prager Jesuskind (www.pragjesu.info), auch bekannt unter dem Namen Bambino di Praga ist eine Kultfigur des Jesuskindes, 47 cm hoch und wurde im 16.Jh. in Spanien angefertigt. Das Jesuskind verfügt angeblich über wundersame Kräfte und vermag Todkranke, Taube oder Blinde zu heilen.
Seit 1628 ist es in der Obhut der Prager Karmeliten bei der Kirche der Jungfrau Maria die Siegreiche auf der Kleinseite – eine Kirche mit wertvollem Barockinterieur.
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Dem Jesuskind wurden zum Dank über 60 Kleider geschenkt, welche Gold, Diamanten und Perlen zieren (aus China, Brasilien, den Philippinen und Vietnam). Das wertvollste Kleid hat Maria Theresia, Kaiserin von Österreich-Ungarn, eigenhändig gestickt.
Die Figur wird regelmäßig in Gewänder mit der Farbe des jeweiligen liturgischen Zeitraumes gekleidet (z.B. Weiß an den Oster- und Weihnachtsfeiertagen, Rot in der Hl. Woche, Lila in der Fasten- und Adventszeit etc.)
Tipps für Sie:
Einige der Kleider des Jesuskindes können im frei zugänglichen Museum der Kirche besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.
In der Kirche werden Messen in verschiedenen Sprachen gefeierTipps für Sie: auf Tschechisch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch.
Jeden letzten Sonntag im Mai findet eine Gedenkfeier anlässlich der Krönung des Prager Jesuskindes durch den Bischof im Jahre 1655 statt.
Prager Burg
Die Prager Burg (Pražský hrad) (www.hrad.cz) ist
- die meistbesuchte Sehenswürdigkeit in der Tschechischen
Republik,
- ehemaliger Sitz böhmischer Herrscher;
- Sitz des Präsidenten der Tschechischen Republik;
- laut Guinness Buch der Rekorde die größte mittelalterliche Burg weltweit.
- ihr Gründer war Fürst Bořivoj, Gründungsjahr gegen 870.
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Einmal pro Stunde können Sie bei der Wachablöse an den Burgtoren zusehen.
Um 12.00 Uhr findet im I. Burghof eine feierliche Wachablösung mit Fanfaren und Standartenübergabe statt.
Tipps für Sie:
Mit nur einer Eintrittskarte können die bekanntesten Objekte der Prager Burg besichtigt werden. Zur Besichtigungstour gehören: St.-Veitsdom mit Kapelle und Turm, der Alte Königspalast (Starý královský palác), die St. Georgsbasilika, Pulverturm, Goldenes Gässchen (Zlatá ulička).
Die Ausstellung Geschichte der Prager Burg
Rudolfinum
Das Rudolfinum ist ein bedeutender Bau im Stil der
Neorenaissance in der Altstadt, erbaut im Jahre 1885 als Künstlerhaus.
Es ist Sitz der Galerie Rudolfinum (www.galerie-rudolfinum.com), die Ausstellungen zeitgenössischer Kunst birgt.
Zudem befindet sich hier der Konzertsaal der Tschechischen Philharmonie (www.rudolfinum.cz).
Altstädter Brückenturm
Der Altstädter Brückenturm – ein weltweit bedeutendes Juwel gotischer Architektur, erbaut Ende des 14.Jh. In einer Höhe von 18 m befindet sich eine Galerie, die Besuchern einen einzigartigen Blick auf Karlsbrücke, Altstadt und Prager Burg bietet.
Interessantes
Bei einer der Renovierungsarbeiten wurden zwei geheimnisvolle Inschriften unter dem Turmdach entdeckt, deren Wortfolge vor- und rückwärts gelesen denselben Text ergibt (ohne Leerzeichen). Es heißt, dass die Inschriften eine magische Formel für Kraft und Macht bergen.
Altstädter Rathaus
Das Altstädter Rathaus entstand als Symbol der Selbstverwaltung der ersten Stadt Prag im Jahre 1338, im Laufe der Jh. wurde das Areal immer größer.
Zum ältesten Gebäude des Rathauskomplexes gehört der gotische Turm mit Galerie, dessen Bau
im Jahre 1364 abgeschlossen wurde, mit einem phantastischen Blick auf die Altstadt.
Auf dem Turm hängt eines der Wahrzeichen Prags: die
Altstädter Astronomische
Uhr.
Tipps für Sie:
Die romanisch-gotischen Fundamente, die historischen Säle und die Rathauskapelle können auf einer Führung besichtigt werden.
Altstädter Ring
Der Altstädter Ring ist der älteste und bedeutendste Platz des historischen Prags.
Bereits im 10.Jh. Marktplatz am Kreuzungspunkt europäischer Handelswege.
Sie finden hier einige der bedeutendsten architektonischen Sehenswürdigkeiten Prags.
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Zu Zeiten der habsburgischen Herrschaft handelte es sich um einen Hinrichtungsort – daran erinnern die Kreuzmuster im Pflaster vor dem Rathaus
Altneusynagoge
Die Altneusynagoge (Staronová synagoga) ist die älteste erhaltene Synagoge in Mitteleuropa sowie die älteste, noch heute als Gotteshaus dienende Synagoge weltweiTipps für Sie:Seit dem letzten Viertel des 13.Jh. werden hier (mit Ausnahme der Besetzungsjahre 1942-45) Gottesdienste gefeiert.
Interessantes
Auf dem Dachboden der Altneusynagoge liegt angeblich der Golemverborgen –ein hünenhaftes Geschöpf aus Ton, das der Legende nach von Rabbi Löwe geschaffen wurde. Der Golem ist untrennbar verbunden mit der mysteriösen Atmosphäre Prags und der ehemaligen Prager Judenstadt (Židovské město).
Der Legende nach erwachte Golem zu Leben, wenn man ihm das sog. Schem, ein Pergamentröllchen mit einer speziellen kabbalistischen Formel unter die Zunge legte. Am Sabbat, an dem nicht gearbeitet werden durfte, nahm der Rabbi das Schem stets heraus. Eines Tages jedoch vergaß er es und bevor er aus der Synagoge zurückkehrte, hatte der Golem in einem Tobsuchtsanfall begonnen alles zu zerstören, was ihm den Weg kreuzte. Der Rabbi entnahm ihm daher das Schem und versteckte seinen Körper.
Alter Jüdischer Friedhof
Der Alte Jüdische Friedhof (Starý židovský hřbitov) ist der älteste erhaltene jüdische Friedhof weltweit, gegr. in der ersten Hälfte des 15.Jh.
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Auf einer Fläche von 1 ha sind hier 12 000 Grabsteine aus der Spätgotik, Renaissance, dem Barock und Rokoko zu sehen.
Staatsoper
Die Staatsoper (Státní opera) (www.opera.cz) wurde 1888 im Stil der Neorenaissance erbaut.
Mit ihrem geräumigen Zuschauerraum sowie der Ausschmückung im Stil des Neorokoko gehört dieses Theater zu den schönsten in ganz Europa.
Kloster Strahov
Das Kloster Strahov (Strahovský klášter) (www.strahovskyklaster.cz ) des Prämonstratenserordens wurde im Jahre 1143 gegründet.
Das Zentrum des Klosterkomplexes bildet die Basilika Mariä Himmelfahrt, eine ursprünglich romanische Basilika mit drei Schiffen, die im gotischen, später barocken Stil umgebaut wurde.
Tipps für Sie:
Die Perle des Komplexes ist die reiche, im Stil des Barock gehaltene Bibliothek. Die Bibliothekssammlung umfasst rund 200 000 Bänder, Handschriften und Erstausgaben.
Eine äußerst wertvolle Kunstsammlung stellt die Gemäldegalerie von Strahov (Strahovská obrazárna) dar.
Bei einer Besichtigung des Klosters bietet sich ein Besuch des Kuriositätenkabinetts mit Sammlungen aus der Naturwissenschaft an.
Interessantes
Zu sehen ist hier z.B. eine sog. Xylothek, eine Bibliothek mit Schwerpunkt Gehölzkunde (Dendrologie). In jedem der 68 Bände aus dem Jahr 1825 wird ein Gehölz dokumentiert. Die Einbände sind aus dem Holz des jeweiligen Baumes, der Buchrücken setzt sich aus Baumrinde und Flechten zusammen, im Buch selbst sind Wurzeln, Zweige, Blätter, Blütenstände, Früchte, event. auch Schädlinge eingelegt.
Synagogen in der Judenstadt
In der Judenstadt gibt es außer der Altneusynagoge 5 weitere Synagogen. Die meisten davon stehen unter der Verwaltung des Jüdischen Museums (Židovské muzeum).
Klausensynagoge
Die Klausensynagoge (Klausova synagoga) war die größte Synagoge im Ghetto. Das heutige Gebäude ist erst nach dem Brand am Ende des 17.Jh. entstanden.
Maiselsynagoge
In der dreischiffigen Maiselsynagoge (Maiselova synagoga) ist heute eine Ausstellung des Jüdischen Museums untergebracht, welche Besuchern die Geschichte der Juden auf dem Gebiet Böhmen und Mähren vorstellt.
Pinkassynagoge
In den Nachkriegsjahren wurde die Pinkassynagoge (Pinkasova synagoga) zur Gedenkstätte für jene böhmischen und mährischen Juden, die der Verfolgung durch Nationalsozialisten zu Opfer gefallen sind. Die Namen der 77297 Holocaustopfern sind auf den Wänden der Synagoge verewigt. Zur Ausstellung gehört eine Sammlung von 4500 Kinderzeichnungen, die 1942-1944 in Theresienstadt entstanden sind.
Spanische Synagoge
An der Stelle des ältesten jüdischen Gebetshauses in Prag wurde 1868 die Spanische Synagoge (Španělská synagoga) im maurischen Stil errichtet.
Hohe Synagoge
Die Hohe Synagoge (Vysoká Synagoga) gehörte einst zum Jüdischen Rathaus, daher wurde sie auch Rathaussynagoge (Radniční) genannt. Auch heute noch bildet sie mit dem Rathaus eine Einheit.
Dient seit 1997 wieder als Gebetshaus der Jüdischen Gemeinde in Prag.
Palais Šternberk
Das Palais Šternberk (Šternberský palác) am Platz Hradčanské náměstí über der Prager Burg ist ein bedeutendes Barockdenkmal.
Tipps für Sie:
Sie finden hier eine Sammlung europäischer Kunst von der Antike bis hin zum Spätbarock, die von der Nationalgalerie verwaltet wird.
Fernsehturm in Žižkov
Der Fernsehturm in Žižkov (www.tower.cz) mit seinen 216 m ist der höchste Turm Prags, dessen Bau 1992 fertiggestellt wurde.
Tipps für Sie:
In einer Höhe von 93 m wurde eine verglaste Aussichtsterrasse und darunter ein Café und Restaurant errichtet. Von hier ist bei guter Sicht bis zu 100 km weit zu sehen.
Interessantes
Seit 2001 hängen an den Turmpfeilern die Riesenbabys des tschechischen Künstlers David Černý, die scheinbar den Turm hinaufklettern.
Schloss Trója
Beim Bau des frühbarocken Schlosses Trója (Trojský zámek) aus dem 17.Jh. mit herrlichen Malereien, Plastikschmuck und barockem Garten standen Villen aus den Vororten Roms Modell.
Tipps für Sie:
Hier finden Besucher eine Dauerausstellung von einer der Sammlungen der Galerie der Hauptstadt Prag : Malerei Böhmens im19.Jh.
Teynkirche
Die Teynkirche (Týnský chrám) – Sehenswürdigkeit im Stil der Hochgotik, umfassende Galerie mit Werken aus Gotik, Renaissance und Frühbarock.
Interessantes
Die Kirche kann auf eine Unzahl von erhaltenen Grabsteinen verweisen. Zu den bekanntesten gehört der Grabstein des dänischen Astronomen Tycho de Brahe.
Der Legende nach ist in der Teynkirche das Herz des böhmischen Königs Georg von Podiebrad
(Jiří z Poděbrad) bestattet, während sein Leib in der Gruft
böhmischer Könige auf der Prager
Burg beigesetzt wurde.
Ungelt (Teynhof)
Ungelt ist einer der historisch wertvollsten Stadtteile Prags, ein bedeutendes kulturelles, gesellschaftliches und geschäftliches Zentrum. Es liegt in unmittelbarer Nähe des Altstädter Rings. Einst stand dort ein eingefriedeter Kaufmannshof mit Zollhaus, wo Waren verzollt wurden. Für die Händler wurden (an der Stelle der heutigen Teynkirche) ein Spital mit Kirche, ein Gasthaus und Stallungen errichtet.
Wenzelsplatz
Der großzügig konzipierte Wenzelsplatz (Václavské náměstí) entstand bei der Gründung der Neustadt (Nové Město) durch Karl IV. i.J. 1348. 1890 wurde im oberen Abschnitt des Platzes das weitläufige Nationalmuseum erbaut, das bis heute die Dominante des Platzes bildet. 1913 wurde im oberen Abschnitt des Platzes eine Reiterstatue des Hl. Wenzels errichtet.
Neuzeit
Der Wenzelsplatz hat einige der bedeutendsten Ereignisse in der jüngeren Geschichte Tschechiens erlebTipps für Sie:
- 1918 wurde dort die Unabhängigkeit des Tschechoslowakischen Staates deklariert.
- 1945 wurde das Ende des 2. Weltkriegs verkündigt.
- 1969zündeten sich die Studenten Jan Palach und Jan Zajíc auf dem Wenzelsplatz aus Protest gegen die Invasion von militärischen Einheiten der Warschauer Paktstaaten in die Tschechoslowakei an.
- Im August desselben Jahres, am ersten Jahrestag der Invasion, wurde eine Demonstration brutal auseinandergetrieben.
- Im November 1989 leiteten große Ansammlungen auf dem Wenzelsplatz die sog. Samtene Revolution ein, die dem kommunistischen Regime im Land ein Ende setzte.
Interessantes
Der Wenzelsplatz nimmt eine Fläche von 41 803 m2 ein, ist 750 m lang und 63 m (oben) bzw. 48 m breit (unten).
Die ursprüngliche Bezeichnung des Platzes Pferdemarkt verrät seine anfängliche Funktion: bis 1877 wurden hier Pferdemärkte und andere Märkte abgehalten. Der Pferdemarkt war auch Schauplatz von Hinrichtungen, sowohl im unteren als auch im oberen Teil des Platzes standen Galgen.
Heute finden hier große Christkindl- und Weihnachtsmärkte statt.
Tipps für Sie:
Einen beliebten Treffpunkt gibt es wohl in jeder Stadt. In Prag trifft man sich bei der St.-Wenzelsstatue. Wenn Sie mit jemandem ein Treffen im Zentrum vereinbaren wollen, dann machen sie als Treffpunkt „beim Pferd“ oder „unter’m Schwanz“ aus, und Sie können sicher gehen, dass Sie sich finden werden.
Turm der St.-Nikolaus-Kirche
Der Turm, der sich an die St.-Nikolaus-Kirche schmiegt, wurde 1755 fertig gestellt und ist genauso hoch wie die angrenzende Kuppel.
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Bis 1891 schlugen die Turmglocken Feueralarm, eine Fahne oder Laterne gaben die Richtung jener Stelle an, an der der Brand ausgebrochen war.
Ab Anfang der 50er J. bis zum Fall des kommunistischen Regimes diente der Turm als Beobachtungsstelle der Staatssicherheit, die von hier aus das Geschehen in den Botschaften der Weststaaten überwachte.
Tipps für Sie:
Die Galerie, die heute der Öffentlichkeit zugänglich ist, liegt in einer Höhe von 65 m. Nachdem Sie die 299 Stufen erklommen haben, können Sie von hier aus die gesamte Kleinseite und Prager Burg ganz aus der Nähe sehen. Der Turm hat einen eigenen Eingang (vom Platz aus).
Vrtba-Garten
Den Vrtba-Garten (Vrtbovská zahrada) (www.vrtbovska.cz) – einen der schönsten Barockgärten Europas – findet man am Nordosthang des Petříns, der Eingang liegt in der Karmelitská ulice.
Vyšehrad
Der Vyšehrad (Vyšehrad = Hochburg) (www.praha-vysehrad.cz) ist der Legende nach der älteste Sitz böhmischer Fürsten, Ende des 11., Anfang des 12.Jh. war die Burg Hauptsitz des böhmischen Regenten.
Zum Vyšehrad gehört die einzigartige romanische St.-Martins-Rotunde (Rotunda sv. Martina) aus dem 11.Jh. und die zum neugotischen Stil umgebaute Kirche St. Peter und Paul (Kostel sv. Petra a Pavla), Kasematten und der Vyšehrader Friedhof (Vyšehradsky hřbitov).
Vyšehrader Friedhof
Auf dem Vyšehrader Friedhof und dem Ehrenfriedhof Slavín (www.slavin.cz) ruhen über 600 bedeutende Persönlichkeiten Tschechiens.
Kasematten auf Vyšehrad
Die Kasematten aus dem Jahr 1742, das sind schmale, 2 m hohe unterirdische Gänge aus Mauerwerk mit Schießscharten, die in einen großen Raum mit einer Fläche von 330 m2 münden – den ehemaligen Sammelpunkt der Soldaten.
Tipps für Sie:
Heute befindet sich hier der Ausstellungssaal Gorlice, wo die meisten Originale der Statuen von der Karlsbrücke zu sehen sind.
Gärten der Prager Burg
Auf der Prager Burg gibt es insgesamt 7Gärten. Diese bilden einen grünen Mantel um die Burg. Zu den bekanntesten Gärten zählen:
Königsgarten
Der Königsgarten (Královská zahrada) – ein Renaissancegarten, der berühmt ist für seine botanischen Raritäten und exotischen Pflanzen – ist der größte und älteste Burggarten.
Im Garten stehen eine Reihe von Gebäuden, die der Gesellschaft am Hofe zur Unterhaltung dienten: das Ballhaus (Míčovna), das Königliche Lustschloss (Královský letohrádek), der Löwenhof (Lví dvůr) – heute Ausstellungsräume.
Tipps für Sie:
Lauschen Sie der Singenden Fontäne vor dem Königlichen Lustschloss. Das Geräusch des herabfallenden Wassers erinnert an Glockenläuten. Am besten zu Hören direkt unter der breiten, unteren Schüssel der Fontäne.
Die Südlichen Gärten
Der Paradiesgarten (Rajská zahrada), der Hartig-Garten (Hartigovská zahrada) und die Wallgarten (Zahrada Na Valech) entstanden nach und nach dort, wo einst die Befestigungsanlage unterhalb der Prager Burg stand. Heute sind die Gärten miteinander verbunden, so dass man vom Süden aus einen Spaziergang um die gesamte Prager Burg machen kann.
Tipps für Sie:
Heben Sie sich den Spaziergang durch die Südlichen Gärten als Dessert nach Ihrem Besuch der Prager Burg auf, und planen Sie genügend Zeit dafür ein: von hier aus bietet sich Ihnen eine der schönsten Aussichten auf Prag.
Schloss Zbraslav
Das ehemalige Zisterzienserkloster (gegr. 1292) Schloss (Zámek) Zbraslav liegt im gleichnamigen südlich gelegenen Stadtteil Prags.
Tipps für Sie:
Im Schloss Zbraslav ist Asiatische Kunst ab dem Altertum bis in die Gegenwart zu sehen, Schwerpunkt ist chinesische und japanische Kunst. Die Ausstellung steht unter der Verwaltung der Nationalgalerie.
Goldenes Gässchen
Das malerische, von Legenden umwobene Goldene Gässchen (Zlatá ulička) sollte man sich bei einem Besuch der
Prager
Burg nicht entgehen lassen. Einst wohnten hier das Burggesinde und dem Namen nach auch Goldmacher. Die kleinen Häuser waren bis zum 2. Weltkrieg bewohnt.
Heute findet man im Goldenen Gässchen originelle Geschäfte, Galerien und Ausstellungen.
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Im Haus Nr. 22 hatte 1917 Franz Kafka sein Arbeitszimmer.
Tipps für Sie:
Über die Treppe im Haus Nr. 12 betritt man die Terrasse vor dem Turm Daliborka, der einst als Gefängnis diente.
Prager Zoo
Der Prager Zoo (Pražská zoo) (www.zoopraha.cz) besteht aus 9 großen Pavillons, über 150 Ausstellungen, 4000 Tieren, zahlreichen interessanten Veranstaltungen, und steht das ganze Jahr über für seine Besucher offen.
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Moderne Pavillons, in denen sich Besucher von einem Augenblick zum anderen auf einem anderen Kontinent befinden, oder der Streichelzoo mit Freigehege erfreuen Klein und Groß:
- Der Indonesische Dschungel (Indonéská džungle) ist das Königreich von Affen und weiteren Bewohnern des tropischen Regenwaldes. Die einzige Barriere zwischen den Besuchern und Tieren bilden Wassergräben.
- Der stilechte Pavillon Sichuan (Sečuán) bietet Vögeln viel Freiraum zum Fliegen.
- In der Außenausstellung Wasserwelt (Vodní svět) genießen Tiere, deren einzige natürliche Barriere Wasser ist, ihr neues Zuhause - ohne Gitter oder andere Absperrungen.
- Tiere aus warmen Gebieten Afrikas leben zufrieden im Pavillon Afrika zblízka (Afrika hautnah).
Tipps für Sie:
Wann bzw. was die Tiere fressen, wie sie schlafen und was sie alles können erfahren Zoobesucher auf speziellen Führungen.
Zu einem tollen Erlebnis wird die Fahrt in den Zoo selbst, wenn man per Linienschiff auf der Moldau anreist, nämlich zu einer unvergesslichen Fahrt durch ganz Prag.


