Nationalpark Podyjí (Thayatal)

Zurück zur Übersicht


Lage:
Der Nationalpark Podyjí erstreckt sich entlang des stark mäandrierenden Mitellaufs der Thaya, zwischen den Städten Znojmo und Vranov nad Dyjí, in unmittelbarer Nähe der tschechisch-österreichischen Grenze. Er bildet einen Bestandteil des am südöstlichen Rand der Böhmisch-Mährischen Höhe gelegenen Hochlandes; mit seinem Ostrand geht er in die Talsenke Dyjsko-svratecký úval über.

Fläche:
Nationalpark: 63 Quadratkilometer, Schutzzone: 29 Quadratkilometer

Geschichte:
Das Landschaftsschutzgebiet Podyjí (Thayatal) wurde schon im Jahre 1978 gegründet. Da sich sein Territorium jedoch zu jener Zeit in der grenznahen Sperrzone befand, war er zum großen Teil für die Öffentlichkeit unzugänglich. Im Jahre 1991 wurde sein Status im Zusammenhang mit seinem außerordentlich hohen naturwisseschaftlichen Stellenwert geändert und aus dem Landschaftsschutzgebiet Podyjí  wurde der Nationalpark Podyjí. Am 1. 1. 2000 wurde auch auf der österreichischen Seite ein Nationalpark gegründet - der Nationalpark Thayatal mit Sitz Hardegg. Somit ist ein einzigartiges bilaterales Naturschutzgebiet von gesamteuropäischem Stellenwert entstanden.

Höchste Erhebung:
Byčí hora bei Vranov nad Dyjí (536 m ü. d. M.)

Tiefster Punkt:
Wasserspiegel der Thaya in Znojmo (207 m ü. d. M.)

Natur:
Der Nationalpark Podyjí (Thayatal) gilt als außerordentlich gut erhaltenes Beispiel der Landschaft eines in einem mitteleuropäischen Hochland gelegenen Flusstales, seine Pflanzen- und Tierwelt zeichnet sich durch großen Artenreichtum sowie durch zusammenhängende natürliche und naturnahe Waldbestände aus. Die Achse des Naturschutzgebietes bildet die Thaya, die in der umliegenden Landschaft ein canonartiges Tal voller tief eingeschnittener Mäander mit Steinmeeren, Felsengebilden und Felswänden herausgebildet hat. Man findet hier einmalige Heideflächen und wiesenähnliche Steppen mit hohem Vorkommen seltener wärmeliebender Pflanzen und Insekten. Im gesamten Naturschiutzgebiet kommt das sogennante Tal-Phänomen zum Ausdruck. Charakteristikum dieses Phänomens ist ein kontinuierliches beiderseitiges Vordringen wärmeliebender Pflanzen- und Tierarten vom Südosten sowie für das Hochland typischer Pflanzen- und Tierarten vom Westen.

Besondere Naturerscheinungen:
Braitava, Býčí hora, Býčí skála, Čížovský rybník, Dyje (Thaya), Hamerské vrásy, Heide Havranické vřesoviště, Hradišťské terasy, Kraví hora, Ledové sluje, Mločí potok, Nový Hrádek, Mänder an den Höhlen Ledové sluje, Seasfieldův kámen (Seasfield-Stein), Steinmeere, Šobes. Nähere Auskunft zu diesen Lokalitäten steht Ihnen Verwaltung des Nationalparks zur Verfügung.