Jindřichův Hradec

Jindřichův Hradec – das Schloss
19. 8. 2013

Besuchen Sie die weiße Dame von Jindřichův Hradec!

Das elegante Schloss im Renaissancestil spiegelt sich auf der Wasseroberfläche des Teiches Vajgar und ist seit Jahrhunderten das Wahrzeichen von Jindřichův Hradec (Neuhaus). Die außerordentlich günstige Lage an der Kreuzung wichtiger Handelsstraßen ließ die Geschäfte der Stadt erblühen. Dank seiner jahrhundertealten Tradition ist Jindřichův Hradec bis heute ein lebendiges gesellschaftliches und kulturelles Zentrum mit vielen architektonischen und künstlerischen Denkmälern.

Das Gesicht der Stadt wurde stark vom Auf und Ab und den Launen der aristokratischen Familien der Herren von Neuhaus, Slavata und Czernin geprägt, die ihr alle Förderung angedeihen oder sie zeitweilig verfallen ließen. Am ausdrucksvollsten drückte der Stadt ihren Stempel die Renaissance auf, deren mediterrane Leichtigkeit und Anmut die italienischen Meister mit Bravour in die malerische Hügellandschaft Südböhmens übertrugen.

Ein Hundebildnis und ein geheimnisvolles Gespenst

Ihre ersten Schritte durch die Stadt mögen Sie in das ausgedehnte Areal des Schlosses leiten. Bei der Besichtigung durchschreiten Sie elegante klassizistische und barock eingerichtete Zimmer, die Heilig-Geist-Kapelle oder die Schwarzküche im Schwarzen Turm. Überraschend bizarr wirkt die Sammlung historischer Hundeportraits in der reich verzierten Gartenrotunde, die des Schlosses ganzer Stolz ist. Das Schloss ist untrennbar mit der Gestalt der Weißen Dame verbunden, die hier als Gespenst erscheinen soll, bis der letzte Familiensitz ihres Geschlechts zu Staub verfallen ist. Ihr trauriges Schicksal besiegelte der Fluch ihres Ehemannes Heinrich von Neuhaus, dem Sie nicht einmal auf dem Sterbebett die Schande ihrer unglücklichen Ehe zu verzeihen vermochte.

Das zauberhafte Stadtzentrum

Im Stadtzentrum, in dem die Atmosphäre der Königszeiten herrscht, finden Sie viele romantische Ecken in verwinkelten Gassen, reichdekorierte Kaufmannshäuser mit farbenfrohen Fassaden, die Trinität, eine barocke Skulpturengruppe oder die Kirche Mariä Himmelfahrt, an deren Ecke der 15. östliche Längengrad verläuft. Vergessen Sie auch nicht das städtische Museum mit der größten mechanischen Krippe der Welt.

Spaziergang durchs Böhmische Kanada …

Jindřichův Hradec ist nicht nur eine Stadt der historischen Denkmäler, sondern auch das Tor zum Kanada Böhmens. Dieses Landschaftsschutzgebiet erhielt seine Bezeichnung wegen seiner tiefen Wälder, der zahllosen Wasserflächen und des rauen Klimas. Dorthin gelangt man mit der lokalen Schmalspurbahn, die von Jindřichův Hradec nach Nová Bystřice führt und mit ihrer historischen Dampflokomotive zu einem herrlichen Ausflug in die Vergangenheit einlädt

Favoriten