Domažlice

Domažlice
22. 5. 2014

Domažlice – das historische Zentrum des Chodenlands!

Farbenprächtige Renaissancehäuser mit Laubengängen, eine lebendige Folkloretradition und eine schöne, unberührte Natur. Das ist es, was Domažlice (Taus) als beliebtes Ausflugsziel im Grenzgebiet von Deutschland und Tschechien ausmacht. Die beste Zeit, um das Städtchen zu besuchen, ist der August, wenn hier jedes Jahr die beliebten Chodenfeste stattfinden. Dann fehlt nichts, um die Atmosphäre der Stadt so richtig auszukosten.

Das historische Zentrum der Stadt ist eine Wohltat für die Seele. Bis heute sind hier zahlreiche schöne Bürgerhäuser und weitere Objekte in vielerlei Baustilen erhalten. In der Stadtmitte laden die zahlreichen Cafés zum Platznehmen ein.

Ein malerisches Städtchen voller Folklore

Zu den bedeutendsten Denkmälern von Domažlice gehört die Chodenburg. Hier befindet sich auch das Chodenmuseum, das Sie mit dem Leben und den Traditionen dieser ungewöhnlichen Gegend bekannt macht. Auf dem Hauptplatz steht der leicht schiefe Rundturm an der Kirche Mariä Geburt, der das Wahrzeichen der Stadt ist. Zum Bild des Platzes gehört ebenso das Untere Tor, das mit seinem märchenhaften Aussehen das Kolorit des historischen Stadtzentrums entscheidend mitprägt.

Die Region der Grenzwächter

Domažlice ist das Herz des Chodenlands. Dieses Gebiet ist reich an seiner Volkstradition, die von prächtigen Trachten und einer reichen Folklore repräsentiert wird. Die Choden waren eine Bevölkerungsgruppe in der Umgebung von Domažlice, deren Aufgabe es war, die Ländergrenze zwischen Böhmen und Bayern zu bewachen. Diese Menschen waren direkte Untergebene des Königs und genossen für Ihren Dienst viele Vorrechte und Privilegien.

Auf Jahr und Tag!

Nach der verlorenen Schlacht am Weißen Berg begannen die Habsburger jedoch, den Choden ihre Rechte streitig zu machen. Dies gipfelte darin, dass der Anführer des Chodenaufstands Kozina auf direkte Anweisung des Generals Lomikar erhängt wurde und weitere 70 Menschen ins Gefängnis kamen. Lomikar nahm sich dann jedoch die Aufforderung zum Gottesgericht zu Herzen. Wie Kozina bei seiner Hinrichtung vorhersagte, starb der verhasste Lomikar genau ein Jahr darauf bei der Jahresfeier von Kozinas Hinrichtung.

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