Die Altvater-Magistrale

Altvatergebirge
22. 5. 2014

Auf der Altvater-Magistrale über die königlichen Berge

Schließen Sie einfach die Augen und stellen Sie sich den perfekten Ort zum Skilanglauf vor... Das, was Sie gerade gesehen haben, ist die Altvater-Magistrale. Kurz gesagt: Hier wird es Ihnen an nichts mangeln. Endlose weiß glitzernde Hochebenen, tiefe Wälder mit Silberfichten, atemberaubende Ausblicke auf die Berggipfel, ein munteres Auf und Ab der Loipe und das alles an einem Ort, der alljährlich die besten Schneebedingungen in der Tschechischen Republik bietet. Also, worauf warten Sie noch? Holen Sie die Ski aus dem Keller, das Wachs nicht vergessen und auf in die Berge!

Fall Sie die gesamte Altvater-Magistrale fahren wollen, dann erwarten Sie fast 60 Kilometer, die über das Altvatergebirge (Jeseníky) im Nordosten der Tschechischen Republik führen. Der beste Ort, um loszulegen, ist Ramzovské sedlo, von wo aus Sie fast 600 Höhenmeter überwinden müssen, um auf den Gipfel des Šerák (Hochschar) zu gelangen. Wer sich das nicht ganz zutraut, der kann aus Ramzová (Ramsau) mit der Seilbahn nach oben fahren. Die Strecke führt dann weiter über den kahlen Gipfel des Keprník, wo sich Ihnen ein herrlicher Blick gleich auf drei Gebirge eröffnet – das Altvatergebirge, das Riesengebirge und die Beskiden. Wenn Sie den Blick genossen haben, erwartet Sie eine steile Abfahrt zur Weggabelung Trojmezí. Damit die Strecke auch kein bisschen eintönig wird, müssen Sie von hier aus wieder bergauf zu Vřesová studánka, um anschließend zum Roterbergsattel (Červenohorské sedlo) wieder hinabzugleiten.

Eine Knoblauchsuppe stärkt für den Hexensabbat

Vom Roterbergsattel aus gelangen Sie über Velký Klínovec und Výrovka auf der Kammmagistrale bis hin zur beliebten Berghütte Švýcárna, wo Sie sich mit einer Knoblauch-Käse-Suppe stärken sollten. Schließlich haben Sie schon 20 Kilometer in den Beinen! Wieder voller Energie und Entschlossenheit können Sie sich jetzt auf den Weg zum Gipfel des Praděd (Altvater) machen, der mit seinen 1.492 Metern der höchste Berg Mährens ist. Wenn Sie noch die Spitze des Funkturmes hinzunehmen, der dort oben steht, dann haben Sie die den höchsten Punkt über dem Meeresspiegel in der ganzen Tschechischen Republik. Von hier aus geht es nach Petrovy kameny, ein Ort, wo der Legende nach der Hexensabbat abgehalten wird. Falls keine der Hexen Sie entführt hat, setzen Sie ihre Skilanglauftour fort und zwar über den kahlsten Abschnitt des Bergkamms. Die Strecke über die freie Hochebene ist zur besseren Orientierung durch lange Stangen im Schnee gekennzeichnet. Hier sollten Sie vorsichtig sein und sich an die gekennzeichneten Wege halten. Denn gleich nebenan sind lawinengefährdete Hänge. Ein bisschen Adrenalin kann allerdings nicht schaden. Der gesamte Weg entlang des Bergkamms über Vysoká hole, Kamzičník, Máj und Jelení hřbet bietet Ihnen die schönsten Ausblicke in ganz Mähren.

Ins Ziel auf Skiern oder mit dem Bus

Vergessen Sie bei den atemberaubenden Ausblicken nicht, ein paar Fotos zu machen, und dann geht es auch schon weiter. Von Jelení studánka führt die Loipe weiter über Břidličná hora nach Pecný und Pec. Danach erwartet Sie eine recht anspruchsvolle Abfahrt über Ztracené skály nach Skřítek, wo Sie sich in der Gaststätte Skřítek, die ihren Namen nach dem örtlichen Patron bekam, wieder aufwärmen können. Schon von hier aus gelangen Sie per Bus bis nach Šumperk. Wenn Sie aber noch weiterlaufen wollen, dann geht es auf dem Hang von Černé kameny nach Nový Malín (Frankstadt an der Mährischen Grenzbahn), das von Šumperk nur noch vier Kilometer entfernt ist.

Den Berg erleben mit geringstem Aufwand

Finden Sie die Altvater-Magistrale zu anstrengend? Macht nichts! Im Altvatergebirge gibt es genug gespurte Langlaufloipen, die eine Tour wert sind, auch wenn Sie nicht gerade zu den Langlauf-Champions gehören. Eine der leichtesten Strecken ist die acht Kilometer lange Tour vom Roterbergsattel (Červenohorské sedlo) zum Červená hora (Roterberg). Die Strecke ist weniger anstrengend, hat aber umso mehr zu bieten. Es genügt, auf den Gipfel des Berges Červená hora zu steigen und in die Landschaft zu blicken. Von hier aus sehen Sie nämlich das ganze Altvatergebirge, Praděd und das Glatzer Schneegebirge (Králický Sněžník) sowie eine der interessantesten technischen Sehenswürdigkeiten der Tschechischen Republik – das Pumpspeicherwerk Dlouhé Stráně. Der einfachste Weg, wie man auf den höchsten Berg des Altvatergebirges, den Praděd – also den Altvater - kommen kann, ist dann eine mittelschwere 12 Kilometer lange Tour, die von Ovčárna nach Kouty nad Desnou (Winkelsdorf) führt.

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