Tschechische Felsenstädte auf neue Weisen erkunden

Nationalpark Böhmische Schweiz - Präbischtor

Entdecken Sie die Schönheit der Felsenstädte auf dem Roller oder aus der Vogelperspektive

Nationalpark Böhmische Schweiz - Präbischtor Foto: CzechTourism by V. Sojka

(Prag, den 19. 6. 2014) Einzigartige Sandsteinfelsen mit Schluchten und Türmen, wunderschöne Natur, unvergessliche Aussichten. All dies finden Sie in den böhmischen Felsenstädten, die ein idealer Sommerurlaubsort sind. Abenteurer können die Umgebung auch mit dem Roller erkunden, sich von Felsen abseilen oder zu Paddeltouren und Rundflügen aufbrechen.

Adersbach (Adršpach) verzaubert mit wunderschönen Wasserfällen und Seen

Die größte und wildeste Felsenstadt Mitteleuropas sind die Felsen von Adersbach-Weckelsdorf (Adršpašsko-Teplice), zu denen sich schon seit dem 18. Jahrhundert Touristen auf den Weg machen. Aus dieser Zeit stammen eine Reihe von Felsennamen, wie z. B. der Ritterhelm, das Liebespaar oder der Elefanten-Platz. Die Natur in Adersbach birgt neben den beeindruckenden Felsformationen noch weitere Kleinode, wie den großen Wasserfall, der aus einer Höhe von 16 Metern herabstürzt, oder den kleinen Felsensee, den Sie mit dem Paddelboot erkunden können. Der hiesige Fährmann kennt die Namen aller Felsen und erzählt lustige Geschichten, an denen nicht nur die Jüngsten ihre Freude haben. Es gibt einfache Wanderwege Familien mit kleinen Kindern oder Senioren genauso wie anspruchsvolle Routen für erfahrene Wanderer, die teilweise sogar ins benachbarte Polen führen. Wer aus luftiger Höhe einen Blick auf die Felsenstadt werfen möchte, sollte sich auf keinen Fall die Rundflüge oder Kletterkurse entgehen lassen.

 

Böhmisches Paradies: der einzige UNESCO-Geopark in Tschechien

Seltene Mineralien und Fossilien befinden sich in der Felsenstadt einer der schönsten Tourismusregionen Tschechiens. Das Böhmische Paradies, das auch als geologisches Lehrbuch bezeichnet wird, wurde 2005 zum ersten UNESCO-Geopark des Landes gekürt. Das Symbol dieses Parks ist die Burgruine Trosky, mit ihren unerforschten Gängen und geheimnisvollen Inschriften. Die Besucher des Böhmischen Paradieses werden auch von den Prachover Felsen angezogen, wo sie über einen neuen Lehrpfad wandern oder die längsten Dolomithöhlen Tschechiens, in denen kleine unterirdische Seen blaugrün schimmern. 

Das Böhmische Paradies bietet eine Vielzahl von Wanderwegen für erfahrene Wanderer aber auch barrierefreie Routen für Familien mit Kinderwagen und Personen mit Behinderung. Etwas rasanter geht es bei einer Fahrt mit dem Roller oder Segways zu. Wer lieber Fahrrad fährt, der kann diese Saison einen Sonderbus nutzen, der auch Fahrräder mitnimmt. Beliebt bei Groß und Klein sind die Aussichtstürme im Böhmischen Paradies. Von hier aus kann man die Umgebung aus der Vogelperspektive betrachten - mit Ausnahme des Spaßturms, dem niedrigsten Turm Tschechiens.

 

Das Umfeld von Kokorschin (Kokořín) hat sein Schneewittchen mit den Zwergen aber auch eine Burg

Unweit von Prag liegt das Naturschutzgebiet Daubaer Schweiz (Kokořínsko) mit seiner von Wasserschluchten, Sandsteinfelsen und Felsentorengeprägten malerischen Natur. Die Felsenstadt ist nicht so ausgedehnt wie dei anderen Felsenstädte des Landes, bietet aber genausoviele interessante Orte. Den Riesenkopf, den Frosch, Schneewittchen und die sieben Zwerge und die Deckel. Eine Dominante in diesem Gebiet ist die Burg Kokorschin, ein ehemaliger Raubrittersitz. Die Raubritter waren ein Albtraum für die gesamte Nachbarschaft. Zu den schönsten Plätzen des Gebiets um Kokorschin führt der Wanderweg Cinibulk, zu dem auch ein Labyrinth und eine künstliche Grotte gehören. Eine Fahrradtour oder ein Besuch der Aussichtstürme bieten unvergessliche Erlebnisse nicht nur für Familien mit Kindern, sondern auch für Sportbegeisterte.

 

Böhmische Schweiz - ein Paradies für Kletterer

Felsrücken, Schluchten, Sandsteintürme, Felsentore, Aussichtspunkte. All dies befindet sich im jüngsten Nationalpark, der Böhmischen Schweiz. Eine Besonderheit ist das Prebischtor (Pravčická Brána), das schon Persönlichkeiten wie der berühmte Schriftsteller Hans Christian Andersen bewunderten. Das größte Felsentor Europas ist jedoch nicht der einzige Grund, warum sich ein Besuch in der Böhmischen Schweiz lohnt. Mit dem Boot fährt man durch die eindrucksvollen Schluchten des Bachs Kamenice und die Höhle der Feen verzaubert jeden durch ihre schmuckvollen Eiskristalle.   

Die beliebteste Route in der Böhmischen Schweiz ist die Gabriela-Route zum Tor Pravčická Brána, die durch beeindruckende Felsformationen führt. Dazu zählt auch der Beckstein, benannt nach Karel Beck, der an dieser Stelle den ersten Kletteraufstieg auf tschechischem Gebiet vornahm. Der Nationalpark ist bis heute ein beliebter Ort für Bergsteiger. Viele von ihnen hinterlassen ihre Unterschrift in kleinen Kästchen auf den bewältigten Felsen. Urlauber können sich von den hohen Felstürmen abseilen, die Böhmische Schweiz mit dem Rad erkunden oder Golf spielen wie in seiner ursprünglichen, schottischen Art. 

Am 5. Juli 2014 wird nach 70 Jahren der Zugverkehr zwischen dem Sächsischen und dem Böhmischen Teil des Nationalparks in Betrieb genommen. Die Züge verkehren dann zwischen den Städten Dolní Poustevna, Sebnitz, Bad Schandau und Děčín und kreist dabei den ganzen Nationalpark um.

Mehr Infos

Tschechische Felsenlandschaften: www.czechtourism.com/de/a/rock-towns