Plakate von Alfons Mucha – Ausstellung im Gemeindehaus in Prag

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12. 4. 2013

Die Ausstellung der Ivan-Lendl-Sammlung von Jugendstil-Plakaten gehört zu den bedeutendsten Kunstereignissen des Jahres 2013 in Tschechien.

Zum ersten Mal wird die komplette Plakat-Kollektion des berühmten Jugendstilkünstlers aus Lendls Sammlung ausgestellt! Die Ausstellung beginnt im April und dauert bis Ende Juli. Ivan Lendl wird persönlich an der Vernissage teilnehmen und auch einige kommentierte Führungen organisieren. Alfons Mucha wurde vor allem durch sein Theaterplakat Gismonda für die Pariser Schauspielerin Sarah Bernhardt berühmt.

Der berühmte Tennisspieler tschechischer Herkunft Ivan Lendl ist neben seinem Tennis auch für seine Leidenschaft für Plakate von Alfons Mucha bekannt. Mit dem Aufbau der Sammlung begann er bereits Anfang der achtziger Jahre in der Zeit seiner größten Tenniserfolge, als er dreizehn Saisons lang unter den Top Ten der Weltrangliste zu finden war. Zusammen mit dem Kenner des Werks Muchas und Kurator Jack Rennert hat Lendl eine einmalige Kollektion zusammengestellt, die nun das erste Mal als Ganzes im Prager Gemeindehaus ausgestellt wird.

Lendls Sammlung von Muchas Plakaten ist außergewöhnlich. Eine Zeit lang war der Tennisspieler Muchas Plakaten regelrecht verfallen. Sogar sein Haus hat er extra für die Plakate konzipiert und er behauptete gerne, dass „sein ganzes Interesse nur dem Sport, Mucha und der Familie gilt“. An der Erstellung der einmaligen Kollektion war auch der Sohn des berühmten Malers Jiří Mucha beteiligt.

Obwohl die genaue Anzahl der Plakate nicht bekannt ist, wird angenommen, dass Alfons Mucha insgesamt 154 solche Plakate geschaffen hat. Lendls Kollektion umfasst 151 Originale, also die meisten davon. Es fehlen nur einige wenige Stück, um die Sammlung zu komplettieren. Lendl sagte vor einiger Zeit in einem Interview, dass eines der fehlenden Plakate sich im Metropolitan Museum in New York befindet und ein weiteres im Museum in Hamburg zu finden ist. Angeblich gibt es noch ein Plakat, von dem man aber seit langem nichts mehr gehört hat.

Wer ist wer

Alfons Mucha (1860–1939), tschechischer Maler und Designer, dessen Illustrationen, Zeichnungen, Bilder und Dekorationen die Belle Époque und den Jugendstil begleitet haben. Er arbeitete zum Beispiel in Wien, Paris und den USA und wurde vor allem durch seine Theaterplakate für die französische Theaterschauspielerin Sarah Bernhardt bekannt. Er malte die Vorlagen für die ersten Briefmarken und Banknoten der unabhängigen Tschechoslowakei und war der Grafiker und Autor weltberühmter Plakate des Art Nouveau. Im Prager Ausstellungspalast ist sein von der Geschichte der slawischen Völker inspirierter Großleinwand-Zyklus mit dem Titel Das slawische Epos ausgestellt, in der Prager Panská Straße kann man dann das erste Museum besuchen, das sich Muchas Leben und Werk widmet.

Ivan Lendl (*1960), ursprünglich tschechoslowakischer, später amerikanischer Tennisspieler, die ehemalige Nummer eins der Tennis-Weltrangliste und eine der dominierenden Figuren des Welttennis. Die Zeitschrift „Tennis magazine“ hat ihn zu den zehn erfolgreichsten Tennisspielern der Welt gekürt.

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