Radwege in Tschechien, wie Sie sie (bisher) nicht kannten

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19. 8. 2013

Der Sommer lockt zu Ausflügen mit dem Rad - fahren Sie an Orte, wo Sie noch nicht waren!

Garantierte Tipps für Radausflüge sind immer willkommen. Wir verraten Ihnen ein paar Neuheiten, wir empfehlen Radfernwege sowie ruhige Radwege, wo Sie garantiert kein Gedränge erwartet, und dazu bieten wir auch ein paar Sehenswürdigkeiten in der Umgebung. Sitzen Sie auf, wir fahren los!

Strecken für Bequeme und Kunstliebhaber

Seit Mitte Mai 2013 ist der Radweg von Hradec Králové (Königgrätz) nach Kuks (Kukus) in Betrieb. Der Bestandteil des Elberadwegs misst 26 km und ist ein Paradies vor allem für jene, die Ebenen gern haben, mit der Familie auf Ausflüge fahren oder während des Ausflugs Sehenswürdigkeiten in der Umgebung besuchen möchten. Entdecken Sie eine ganze Reihe von ihnen, und zwar von den architektonischen Kostbarkeiten von Hradec Králové (Königgrätz)  über die barocke Schlosskapelle der Erscheinung des Herrn in Smiřice (Smirschitz) bis nach Heřmanice (Hermsdorf), dem Geburtsort von Albrecht von Wallenstein. Das i-Tüpfelchen ist das barocke Areal Kuks (Kukus) mit dem Hospital, dem Schloss, der Kirche der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, der Sammlungen der Statuen der Tugenden und Laster von M. B. Braun und dem unweiten Waldgelände Bethlehem.

Eine ähnlich genügsame Fahrt wartet auch auf Sie auf dem Radweg entlang des Baťa-Kanals oder auf der 37 km langen Strecke entlang der Moldau von České Budějovice (Böhmisch Budweis) nach Týn nad Vltavou (Moldautein). Am Weg laden Dörfer mit Häusern im Stil des Bauernbarocks, Golfplätze sowie das neugotische Schloss Hluboká (Frauenberg) zum Anhalten und zur Erholung ein.

Fast viermal so lang ist der Radweg am Fluss Bečva (Betschwa), der von der Walachei bis nach Mittelmähren führt. Insbesondere der Schlussabschnitt der 141 km langen Strecke von Hustopeče nad Bečvou (Hustopetsch an der Betschwa) nach Tovačov bietet leichtes Gelände ohne größere Steigerungen. Am Weg können Sie  die Aragonithöhlen von Zbrašov in Teplice nad Bečvou (Teplitz-Bad) besuchen und in die tiefste Schlucht in Tschechien hineinschauen.

Im Sattel über die Grenze

Haben Sie schon den Radweg ausprobiert, der von Domažlice (Taus) über Havlovice zum Teich Babylon und weiter über Česká Kubice zum Grenzübergang Folmava (Vollmau) führt? Familien mit kleinen Radfahrern können von Folmava mit dem Zug zurückkehren, kräftigere Radfahrer verlängern gern den Weg über Pasečnice an der Höhle Salka vorbei oder weiter über die Grenze zum bayrischen Städtchen Furth im Wald und dem nahen Drachensee. Das Reisen auf dieser Strecke erleichtern auch Radbusse, die über das Wochenende und an Feiertagen vom ersten Juniwochenende bis Ende September von Domažlice über den Gipfel Čerchova nach Waldmünchen und Furth im Wald fahren.

Auf einen neuen grenznahen Weg können sich Radfahrer auch in der Umgebung von Aš (Asch) freuen; die neue Strecke, die von Doubrava über das sächsische Kurstädtchen Bad Elster und das benachbarte Adorf führt, wird bis Ende des Jahres fertig.

Tipps für rüstige Radfahrer

Die Singletrails des Isergebirges und des Reichensteiner Gebirges, die für die Bekenner von Mountainbikes und Liebhaber der technischen Fahrt über schmale Weg bestimmt sind, kennen Sie bestimmt schon, aber lassen Sie sich auch in den Bike Park in Kouty nad Desnou (Winkelsdorf) einladen. Zum Startort auf dem Bärenberg lädt Sie ein Sessellift ein – und dann müssen Sie sich entscheiden, ob Sie eine der Strecken mit unterschiedlichen Schwierigkeiten wählen, oder weiter über asphaltierte Waldwege und Berghänge des Altvatergebirges fahren möchten. Eine tatsächliche Herausforderung für Ausdauernde ist ein Ausflug zum oberen Becken des Pumpspeicherwerks Dlouhé Stráně in einer Meereshöhe von über 1 350 Metern. Kräftige Radfahrer fahren selbstverständlich die 800 m Überhöhung ohne Hilfe der Seilbahn hinauf! Entlohnung für alle ist dann eine 11 km lange Abfahrt am unteren Stausee des Kraftwerks vorbei zurück nach Kouty nad Desnou.

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