Malostranská beseda, neue touristische Station auf dem Königsweg

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2. 4. 2013

Die erfolgreichen internationalen Wanderausstellungen ORBIS PICTUS PLAY von Jiří und Radana Wald bringen ihr neuestes Projekt: Vikýře PLAY.

Die interaktive Exposition nach einem künstlerischen Konzept von Petr Nikl, in der anfassen, spielen und sogar umgestalten erlaubt ist, liegt an der Strecke des Königswegs im historischen Gebäude des Kulturhauses Malostranská beseda.

Das Projekt, das 2006 in Paris Premiere feierte, basiert auf den interaktiven Ausstellungen Das Tor zur Welt der schöpferischen menschlichen Fantasie, Das Labyrinth des Lichts, Das Leporello-Spiel, Golem, Sensorium sowie PLAY, die vom humanistischen Werk des Denkers Johann Amos Comenius Das Labyrinth der Welt und das Paradies des Herzens inspiriert wurden. Das Szenarium der Ausstellungen gründet auf den Erfahrungen, die bei den interaktiven Ausstellungen Spielnester (tsch. Hnízda her) Galerie Rudolfinum 2000 sowie Ein Garten der Fantasie und Musik (tsch. Zahrada fantazie a hudby) tschechischer Stand auf der EXPO 2005 im japanischen Aichi gesammelt wurden.

Anfassen erwünscht

Die Besonderheit der mittlerweile siebenten Ausstellung im Rahmen des Projekts ORBIS PICTUS PLAY beruht darauf, dass der Besucher ins „Spiel“ eingebunden wird und somit die Ausstellungsstücke zum Leben erweckt. Die Exponate sind Instrumente, aus welchen erst durch Interaktion des Besuchers ein fantasievolles Werk entsteht. Das Projekt spiegelt nicht nur die Kraft schöpferischer Neugier wider, sondern belegt, dass das Phänomen Spiel als universelles Kommunikationsmittel unabhängig von Nationalität, Religion oder Alter dienen kann und somit das zeitlose Gedankengut von Comenius greifbar macht und entfaltet.

Der Hauptteil der Exposition Vikýře PLAY (vikýře = Dachgauben) sind fünf kleine Kammern, die zu den einzelnen Fenstern des Dachgeschosses gehören. Diese Fenster bieten eine fantastische Aussicht auf die Nikolauskirche und den Platz Malostranské náměstí auf der Prager Kleinseite. Einige Instrumente verbinden die Dachkammern untereinander, manche wurden auf dem Boden zwischen den Kammern installiert und andere wiederum hängen wie Fledermäuse von der Decke.

Die Ausstellung soll immer wieder anders arrangiert werden, sodass Besuchern, die wieder kommen, stets neue Anregungen geboten werden.

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