Zvíkov

3. 5. 2013

Dieser Adelssitz der ersten böhmischen Könige, der sich auf einem strategisch wichtigen Handelsweg am Zusammenfluss von Moldau und Wottawa befand, wechselte häufig seine Besitzer.

Ihre Blütezeit erlebte die Burg im 14. Jahrhundert unter der Herrschaft des beliebten Karl IV. Er ließ sie umfassend renovieren und hielt sich hier gern und häufig auf. Bis seine Burg Karlštejn fertig gebaut war, bewahrte er hier sogar die böhmischen Kronjuwelen auf. Das Ende der ruhmreichen Geschichte dieser Burg läutete die im 20. Jahrhundert errichtete Talsperre ein, denn durch diese wurden der hohen Felsen unter der Burg sowie die Vorburg überflutet.

Warum sich ein Besuch lohnt

Der Mittelpunkt der Befestigungsanlage dieser Burg ist ein massiver Wohnturm von außergewöhnlicher Form. Der runde Grundriss seiner 3 m dicken Mauern aus schwarzen Steinquadern ist auf einer Seite zugespitzt und durch einen Prallkeil verstärkt; somit fielen die Geschosse der Angreifer in einem steilen Winkel auf die Schneide und wurden dadurch abgewehrt ohne die Burg zu beschädigen. Die Burg wurde nie erobert, weder im Mittelalter noch im Dreißigjährigen Krieg. Manche behaupten, dass dies an den geheimnisvollen Schutzsymbolen liegt, die in die elf untersten Steinreihen des Turmes gemeißelt sind. Obwohl diese Zeichen tatsächlich an eine Runenschrift erinnern, behaupten Historiker, dass es sich hierbei um Zeichen der Steinmetze handelt. Aber wer weiß das schon so genau ...

Bei der Besichtigung des Burghofs, der Terrassen, der Kellerräume sowie des königlichen Palastes taucht man voll und ganz in die hier greifbare romantische mittelalterliche Atmosphäre ein. Der schönste Ort der Burg ist die im 13. Jahrhundert erbaute Kapelle. Sie wurde zu Ehren des Königs Ottokar Přemysl II., genannt der Goldene König, errichtet.

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