Žďár nad Sázavou

29. 4. 2013

Im 13. Jahrhundert kam eine kleine Gruppe Zisterzien sermönche hierher und baute im dichten Wald am Fluss Sázava ein Holzhaus.

Nach und nach errichteten sie hier mit bloßen Händen ihr bescheidenes Kloster. Fünfhundert Jahre später gehörte der beeindruckende Umbau im barocken Stil zu den teuersten Projekten der damaligen Zeit. 1735 schließlich feierte man den Abschluss der dreißig Jahre dauernden Bauarbeiten. Nur zwei Jahre später jedoch brannte das Kloster ab und ein Jahr darauf starb auch Abt Vejmluva. Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Kloster schließlich von Kaiser Josef II. geschlossen und das Gebäude zu einem Schloss umgebaut.

Warum sich ein Besuch lohnt

Der aufklärerische Kunstliebhaber, Abt Václav Vejmluva entwarf gemeinsam mit dem herausragenden Architekten Johann Blasius Santini-Aichl einen der bemerkenswertesten kirchlichen Sitze des beginnenden 18. Jahrhunderts. Das Kloster mit seiner perfekt funktionierenden Wirtschaft war so prunkvoll, dass sogar der Pferdestall genauso luxuriös ausgestattet war wie die Säle der Prälatur. Das gesamte Areal, die mystische Wallfahrtskirche des Hl. Johannes Nepomuk sowie der Friedhof, dessen Grundriss die Form eines Schädels hat, ist ein Schmuckstück, das in einem originellen Kunststil erschaff en worden ist: im Stil der Barockgotik.

Die tatkräftigen Schlossbesitzer aus dem traditionsreichen Adelsgeschlecht der Kinský öff neten die Tore des Schlosses, das einst ein Kloster war, für die Öff entlichkeit. Heute befi nden sich in den wunderschönen Schlossgemächern verschiedene Dauerausstellungen, z.B. eine Ausstellung über die Geschichte des Buches und des Buchdrucks, eine Ausstellung über die Kunst des Barocks mit Sammlungen der Nationalgalerie und der Kinský-Galerie, eine Ausstellung historischer Klaviere, eine Ausstellung über das Leben des Architekten Santini-Aichl, sowie ein Feuerwehr-Museum.

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