Zákupy

29. 4. 2013

Nach dem Sturz Napoleons wurde die Stadt Zákupy (deutsch Reichstadt) im Jahr 1815 Napoleons Sohn Napoleon Franz Joseph Karl Bonaparte, genannt „L’Aiglon“ („Sohn des Adlers“) geschenkt.

Er war der erste und einzige legitime männliche Nachkomme Napoleon Bonapartes und dessen zweiter Ehefrau Marie-Louise von Österreich, starb jedoch im Alter von 21 Jahren an Tuberkulose, ohne seinen neuen Adelssitz gesehen zu haben.

Warum sich ein Besuch lohnt

Auf diesem Schloss hielt sich gerne der letzte böhmische König, Ferdinand I., genannt der Gütige, aus dem Adelsgeschlecht der Habsburger auf, nachdem er 1848 freiwillig auf den Thron des Österreichischen Kaisers verzichtet hatte. Er hatte eigentlich nie alleine die Macht inne und man hielt ihn für nett, jedoch etwas degeneriert wegen der engen verwandtschaftlichen Verfl echtungen des europäischen Adels. Deshalb nannte man ihn in Wien spöttisch „der arme Trottel Nandel“. Dennoch wurde Ferdinand I. recht alt und kümmerte sich gut um seinen Sommersitz, der aufwändig eingerichtet wurde.

Die Schlossgemächer wurden für den pensionierten Kaiser wunderschön im Stil des damals modernen „zweiten Rokokos“ eingerichtet. Für den höchstmöglichen Komfort wurde auch der barocke Aufzug modernisiert, den man ebenfalls besichtigen kann.

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