Teichsystem von Třeboň (Wittingau)

13. 11. 2013

Lernen Sie die magische Gegend voll von Teichen, Auenwäldern, Renaissancestädten und hervorragenden Fischspezialitäten kennen!

Das Landschaftsschutzgebiet Třeboňsko, das in das Weltnetz der UNESCO-Biosphärereservate aufgenommen wurde, erstreckt sich im Südböhmen, in der platten Landschaft zwischen Jindřichův Hradec, Tábor und České Budějovice. Sie finden hier Hunderte von Teichen, Flüssen und Kanälen, die bereits ab dem 15. Jahrhundert nach und nach erbaut wurden.

Region Třeboň: Teiche, Karpfen und wunderschöne Natur

Bemerkenswert ist auch der natürliche mäandrierende Strom des Flusses Lužnice mit den Resten der Auenwälder, gut erhaltenen Mooren, ausgedehnten Nadel- und Mischwäldern, dies alles natürlich mit einem Netz der gut markierten Wanderstrecken und Radpfade durchgewirkt. Die Anerkennung hat auch die Karpfenzucht mit dem Zertifikat der geschützten Ursprungsbezeichnung Třeboň-Karpfen erreicht.

Das meist wässerige Landschaftsschutzgebiet in Tschechien lernen Sie auf dem Schloss in Třeboň, im Haus der Natur der Region Třeboň kennen. Eine ständige Ausstellung Landschaft und Menschen macht Sie mit der Geschichte und technischen Merkwürdigkeiten der Teichfischwirtschaft um Třeboň bekannt. Sie werden feststellen, dass der Sumpf aus den lokalen Mooren im Kurort Třeboň zur Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates und Rheuma verwendet wird. Ihnen werden auch schöne südböhmische Dörfer gefallen, wo das Volksgepräge sowie die Elemente des Bauernbarocks erhalten geblieben.

Werke der Meister - Teicharbeiter

Das große Teichsystem bei Třeboň, das auf das ältere Teich- und Flussnetz anknüpft, begann zu Ende des 15. Jahrhunderts zu entstehen. Die Donatoren der neu entstandenen Teiche waren die Rosenberger, wir kennen jedoch auch Namen der Oberfischmeister. Der geistliche Vater des Teichsystems war Štěpánek Netolický, an dessen Werk Mikuláš Ruthard aus Malešov und Jakub Krčín aus Jelčany angeknüpft haben. Er hat zwar eine gut und zweckmäßig organisierte Teichwirtschaft übernommen, trotzdem hat er manche Teiche noch erweitert und andere angelegt – neu und imposant mit ihrer Größe.

Teiche Svět (Welt) und Rožmberk (Rosenberg)

Das Werk von Jakub Krčín ist zum Beispiel der Teich Svět bei Třeboň. Er hatte ursprünglich den Namen Nevděk (Undank) getragen, angeblich wegen Schwierigkeiten bei dem Bau der Talsperre. Seine Fläche erreicht 215 ha, trotzdem gehört ihm in der Liste der größten Teiche in Tschechien erst der fünfzehnte Rang. Nirgendwo wird jedoch Ihre Weltreise bloßen zwölf Kilometer messen!

1584 hat Jakub Krčín den Bau seines Lebenswerkes, des Teiches Rožmberk, begonnen. Kaum jemand weiß, dass der König der tschechischen Teiche damals doppelt so groß war, als heute, wann er die Fläche von 490 ha erreicht. Die große Fläche und Tiefe zeugten nicht der Fischzucht, deshalb wurde der Spiegel allmählich abgesenkt und damit wurde auch die gesamte Wasserfläche reduziert. Trotzdem ist der Spiegel des Teichs Rožmberk so ausgedehnt, dass man auch heute auf ihm die Erdkrümmung beobachten kann. Zum imposanten technischen Werk und gleichzeitig zu einer interessanten naturwissenschaftlichen Lokalität zählt der 2 430 m lange Damm, der mit hundertjährigen Eichen befestigt ist. Über den Damm und um den Teich Rožmberk herum führt der 22 km lange Lehrpfad für Radfahrer sowie für Fußgänger mit zwölf Rastplätzen.

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