Pustevny

Pustevny
3. 5. 2013

Ein wunderschönes Blumenmeer: Pustevny

Zwischen den Bergen Radhošť (Radhoscht) und Tanečnice befindet sich auf einer Höhe von 1.018 Metern der beliebteste Ferienort der Beskiden (Beskydy): Pustevny. Die Gemeinde wurde nach dem tschechischen Begriff für Einsiedler (poustevník) benannt, da hier bis 1874 mehrere Einsiedler lebten; denn die Gegend ist weitab von jeglicher Zivilisation. Im Sommer ist die Region ein beliebtes Urlaubsziel von Wanderern, im Winter wiederum von Wintersportlern.

Um den wunderschönen Zauber der Holzarchitektur inmitten malerischer Natur zu erleben, müssen Sie sich nicht einmal anstrengen. Denn nach Pustevny kann man bequem mit der Seilbahn fahren und somit eignet sich das Ziel auch perfekt für Familien mit Kindern und diejenigen, die es lieber gemütlich mögen. Der früher hier hochführende Sessellift aus dem Jahr 1940 war sogar der erste Sessellift der Welt!

Der farbenprächtige Jugendstil

Den Charme von Pustevny machen die vielen bunten Häuser im Stil der Volksarchitektur aus. Erst ab 1890 wurden hier die ersten Häuser auf Initiative des Wandervereins aus Frenštát pod Radhoštěm gebaut. Die Gebäude wurden nach Entwürfen von Dušan Jurkovič und Michal Urbánek errichtet. Als Vorlage dienten Jurkovič die karpatischen Blockhäuser. An diese angelehnt entwickelte er einen einzigartigen Stil, bei dem er Motive der Volksarchitektur aus der Region Mährische Walachei und aus der Slowakei miteinander kombinierte. So entstanden die hier zu sehenden einzigartigen Jugendstilgebäude.

Stilvolle Berghütten

Die architektonischen Meisterwerke, die perfekt mit der Natur harmonieren, werden Sie mit Sicherheit begeistern. Die Berghütte Maměnka und das Restaurant Libušín gehören zu den wertvollsten Kulturdenkmälern der Beskiden. In Pustevny ist sogar ein hundert Jahre alter, walachischer Glockenturm aus Holz erhalten, der mit bunten Ornamenten verziert ist. Schön sind auch die vielen stilvollen hölzernen Sennhütten, die zum Ausruhen und Kosten der walachischen Spezialitäten einladen.

Von Pustevny zum „Teufelstisch“

In Pustevny laufen außerdem viele Wanderwege zusammen. Von hier können Sie zum Beispiel über einen Lehrpfad bis auf den Gipfel des Radhošť wandern, von wo aus man eine herrliche Aussicht auf die Beskiden hat. Auf dem Weg dorthin kommt man an der Statue des heidnischen Gottes der Ernte, Gastfreundschaft, Fruchtbarkeit, der Sonne, des Krieges, des Handwerks und des Handels vorbei: Radegast. Ein anderer Wanderweg führt am einzigen Bergsee der Region vorbei bis zum Gipfel des 1.207 Meter hohen Bergmassivs Čertův mlýn (Teufelsmühle). Hierher führt ein historischer Naturlehrpfad. Auf dessen Markierung ist die beeindruckende Felsformation Čertův stůl (Teufelstisch) zu sehen.

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