Rudolphinum

28. 7. 2014

Der würdevolle Sitz der Tschechischen Philharmonie und ausgezeichnetes Galerieumfeld

Das Rudolphinum gehört bereits seit mehr als 100 Jahren zur Prager Altstadt und dessen Ufer. Es stellt ein herausragendes Beispiel der Architektur der Neo-Renaissance gegen Ende des 19. Jahrhunderts dar. Es verfügt über Konzertsäle mit ausgezeichneter Akustik, die für bedeutende Konzerte, beispielsweise im Rahmen des alljährlichen Festivals klassischer Musik, des Prager Frühlings, genutzt werden.

Von den Konzerten bis zur Abgeordnetenversammlung und zurück

Eines der architektonisch bedeutendsten Gebäude in Prag entstand in den Jahren 1876–1884 als kulturelles Mehrzweckgebäude, das zu Ehren des Kronprinzen Rudolf den Namen Rudolphinum erhielt. Der Konzertsaal - heute Dvořák-Saal - diente der Tschechischen Philharmonie ab dem 4. Januar 1896. An diesem Tag trat das Orchester unter der Leitung des Komponisten und Dirigenten Antonín Dvořák das erste Mal auf. Der kulturellen Mission diente das Rudolphinum bis zum Jahr 1919, wo die Umwandlung zur Abgeordnetenversammlung der Tschechoslowakischen Republik erfolgte. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Konzerttätigkeit im Rudolphinum wieder erneuert. Die vollständige Rehabilitation erfuhr das Gebäude, insbesondere der Galerieteil, jedoch erst im Jahr 1992, als das Rudolphinum nach der Generalrekonstruktion durch den Architekten Karel Prager zum Sitz der Tschechischen Philharmonie und der Galerie Rudolphinum wurde.

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