Die Nationalgalerie in Prag

14. 11. 2013

Lernen Sie die umfangreichsten Kunstsammlungen in der Tschechischen Republik kennen!

Das Bekanntmachen mit der Nationalgalerie in Prag wird Sie viel Zeit und Mühe kosten, es bringt Ihnen jedoch fantastische Erlebnisse. Die Ausstellungen sind nach historischen Perioden und nach verschiedensten Kunstrichtungen geteilt, darüber hinaus lernen Sie eine Reihe von bedeutenden Prager Gebäuden, Kirchen und Palästen kennen.

Die Gründung der Nationalgalerie

Die Geschichte der Nationalgalerie fang im Februar 1796 an sich abzuwickeln, wann in Prag die Gesellschaft patriotischer Freunde der Kunst gegründet wurde. Bei ihrer Genese standen die Adelsgeschlechter von Kolowrat, von Sternberg und Nostitz als Angehörigen des vaterländisch gesinnten Adels, und das aufgeklärte Bürgertum. Die Organisation gründete nachher zwei bedeutenden Institutionen: die Kunstakademie und die erste öffentlich zugängliche Gemäldegalerie in Prag.

Heute pflegt die Nationalgalerie eine Reihe von ständigen Ausstellungen und organisiert zahlreiche Ausstellungen und Kulturveranstaltungen.

Wo finden Sie die Prager Hauptausstellungen?

  • Im Palais Sternberg (Šternberský palác) in Hradschin besichtigen Sie Sammlungen der europäischen Kunst von der Antike bis zum Barock. Die Ausstellung umfasst Werke von Tintoretto, Ribera, El Greco, Rubens, van Dyck oder Rembrandt und auch ein der berühmtesten Gemälde der Welt, das Rosenkranzfest von Albrecht Dürer.
  • Im Agneskloster (Anežský klášter) in der Altstadt besichtigen Sie die Ausstellung der mittelalterlichen Kunst und Kunst der Frührenaissance Böhmens und Zentraleuropas. In authentischen Räumen des ersten Klarissenklosters in Tschechien, das wahrscheinlich 1231 von der heiligen Agnes von Böhmen gegründet wurde, sind zum Beispiel wertvolle Tafelgemälde aus der Werkstatt des Meisters Theoderich von Prag oder Gemälde der Madonna mit dem Kind von Lucas Cranach dem Älteren zu sehen.
  • In Innenräumen des Palais Schwarzenberg (Schwarzenberský palác) auf den Hradschin-Platz ist die Barockkunst ausgestellt, zum Beispiel die Malerwerke von Hans von Aachen, Karel Škréta, Petr Brandl und Jan Kupecký. Besichtigen Sie auch das grafische Kabinett mit einzigartiger Kollektion der Werke von Václav Hollar und die Ausstellung des Barockkunsthandwerkes aus den Sammlungen des Kunstgewerbemuseums.
  • Im Messepalast (Veletržní palác), seinerzeit dem ersten im Funktionalstil erbauten Bauwerk in Prag, hat sich 1928 der Öffentlichkeit zum ersten Mal das berühmte Slawische Epos des Jugendstilmalers Alfons Mucha vorgestellt. Und es ist hier auch heute ausgestellt; darüber hinaus können Sie auch Werke der Malerei, der Bildhauerei und der Nutzkunst der tschechischen sowie ausländischen Autoren des 20. und 21. Jahrhunderts besichtigen. Sie entdecken hier Werke der französischen Impressionisten, Gustav Klimt, Oskar Kokoschka, Edvard Munch, Egon Schiele oder Joan Miró.
  • In Palais Goltz-Kinsky auf dem Altstädter Ring (Staroměstské náměstí), einem der schönsten Rokokobauwerke Prags, ist die Kunst Asiens und des altertümlichen Mittelmeeres ausgestellt.

…und zwei Ausstellungen außerhalb Prag

Die Nationalgalerie hat auch zwei Ausstellungen außerhalb Prag vorbereitet. Im Schloss Žďár nad Sázavou besichtigen Sie Sammlungen der Barockkunst, in Karviná im Schloss Fryštát ist die tschechische Kunst des 19. Jahrhundert ausgestellt.

Kurzfristige Ausstellungen organisiert die Nationalgalerie nicht nur als Begleitveranstaltungen der ständigen Ausstellungen, sondern auch in der Waldstein-Reithalle (Valdštejnská jízdárna) auf der Kleinseite. Die Reithalle befindet sich im Garten des Frühbarockpalastes, den die italienischen Architekten Andrea Spezza und Nicolo Sebregondi für den Albrecht von Waldstein erbauten.

Favoriten