Ploskovice

29. 4. 2013

Ende des 15. Jahrhunderts ereignete sich auf dem Schloss ein Aufstand der Untertanen, dessen Anführer der Verteidiger der Unterdrückten, Ritter Dalibor von Kozojedy, war.

Zur Strafe wurde er als Erster im neuen Verlies auf der Prager Burg eingesperrt und hingerichtet. Sein Schicksal wurde im 19. Jahrhundert, in der Romantik, wiederbelebt, denn es inspirierte den Komponisten Bedřich Smetana zu seiner berühmten Oper „Dalibor“, dem Inbegriff tschechischer Musik.

Warum sich ein Besuch lohnt

Die ehrgeizige Großherzogin von Toskana, Anna Maria Franziska von Sachsen-Lauenburg, soll für dieses prunkvolle Barockschloss, das den Bauten des ausländischen Adels um nichts nachstand, eine enorme Summe von über einer Million Gulden gezahlt haben. Ihr lag sehr viel am Bau dieses „kleinen Versailles“, weshalb sie den Bau persönlich beaufsichtigte und alle Arbeiter jede Woche pünktlich bezahlte. Um ihre Verschwendungssucht vor ihrem Ehemann zu verheimlichen, verbrannte sie zum Schluss alle Rechnungen, sodass weder Angaben über das genaue Baujahr noch darüber, wer der Architekt war, erhalten sind.

Die Gemächer erinnern auch heute noch an die Aufenthalte von Ferdinand I., Kaiser von Österreich und König von Böhmen und als Ferdinand V. seit 1830 auch König von Ungarn und Kroatien. Besonders beeindruckend sind auch die künstlich angelegten Wasserhöhlen aus der Barock-Zeit, die sogenannten Grotten.

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