Náměšť na Hané

29. 4. 2013

1916 kaufte der Eisengroßhändler František Ottahal dieses im französischen Stil erbaute Schloss dem letzten adeligen Besitzer, Graf Kinský, ab.

Zum prachtvollen Schloss führen aus allen vier Himmelsrichtungen Alleen mit jahrhundertealten Linden. Der Eisengroßhändler František Ottahal musste rund 2,3 Millionen österreichische Kronen für das Schloss bezahlen und hohe Summen für die Modernisierung berappen, denn es war sein Statussymbol, das seinen sozialen Aufstieg widerspiegeln sollte. Nur wenige Wochen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde jedoch die Familie im Zuge der Beneš-Dekrete enteignet.

Warum sich ein Besuch lohnt

Berühmt wurde eine auf dem Schloss ausgestellte prunkvolle Kutsche des Olmützer Erzbischofs, denn sie wurde im Film „Amadeus“ von Miloš Forman als Requisite genutzt. Aber auch die vielen anderen Kutschen der historischen Sammlung sind sehenswert, insbesondere die drei reichlich mit Gold verzierten Unikate, die nur bei Feierlichkeiten benutzt wurden. Die mit Samt bezogenen und mit Gold bestickten Sitze sind mit Eiderdaune gefüllt und die Gardinen wurden aus Brokatstoff genäht. Die Kutsche wurde von einem Sechser-Gespann edler Pferde gezogen und hatte dann eine Länge von 15 Metern. Die größte Kutsche ist 3,5 m hoch und wiegt über zwei Tonnen.

Zu sehen ist unter anderem auch eine Kinderwagen-Ausstellung mit über 50 historischen Exponaten.

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