Náchod

29. 4. 2013

Albrecht von Wallenstein stammte mütterlicherseits aus dem Adelsgeschlecht der Smiřický, dem über Jahrzehnte das Herrschaftsgut Náchod gehörte.

Im 17. Jahrhundert gehörten ihnen die größten Grundstücke im böhmischen Königreich, sowie zahlreiche Burgen und Städte. Der Kaiser beschlagnahmte jedoch das gesamte Vermögen der letzten Erbin, die sich auf die Seite des böhmischen Adelsaufstandes im Jahr 1620 geschlagen hatte. Kurz darauf beschlagnahmte er auch das Vermögen des neuen Besitzers, Adam Erdman Trčka – er war Wallensteins Schwager und Vertrauter und wurde 1634 gemeinsam mit Wallenstein in Eger ermordet.

Warum sich ein Besuch lohnt

Der erst 35-jährige italienische General Ottavio Piccolomini erhielt 1634 vom Kaiser dieses Schloss mit riesigem Herrschaftsgut als Geschenk für seine Hilfe bei der „Beseitigung“ Albrecht von Wallensteins. Seine im Dreißigjährigen Krieg gesammelten Erfahrungen waren mit Sicherheit bei den Bau- und Modernisierungsarbeiten auf dem neuen Herrensitz hilfreich. Zudem modernisierte er die Befestigungsanlage umfassend. Während der 150-jährigen Herrschaft der Familie Piccolomini in der Zeit des Barock und Rokoko wurde das Schloss umgebaut und erhielt sein gegenwärtiges Aussehen.

Im Schloss gibt es sechs Besichtigungstouren der herrlich eingerichteten Innenräume. Auf der neusten kann man die einzigartige Sammlung an Orden und Ehrenzeichen besichtigen, darunter sind auch Juwelen und Ordenssterne aus dem alten Schlosstresor zu sehen.

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