Mnichovo Hradiště

29. 4. 2013

Der Gründer des Schlosses, Wenzel von Budovec, ein bedeutender protestantischer Politiker, Schriftsteller und Patriot wurde im Jahr 1621 als eine der führenden Persönlichkeiten des böhmischen Aufstands gegen den Kaiser hingerichtet.

Sein Schloss wurde beschlagnahmt; anschließend kaufte es der kaiserliche Feldherr Albrecht von Wallenstein zu seinem riesigen und ständig wachsenden Vermögen hinzu. Aber auch dessen Leben wurde nur wenige Jahre später vorzeitig beendet, denn Wallenstein wurde ermordet, um zu verhindern, dass er sich, wie geplant, zum böhmischen König krönen ließ. Sein Leichnam wurde nach mehreren Ortswechseln erst 150 Jahre nach seinem Tod in der St. Anna-Kapelle in der Nähe des Schlosses bestattet.

Warum sich ein Besuch lohnt

Im westlichen Ausläufer der wunderschönen Gegend Böhmisches Paradies ließ das Adelsgeschlecht der Wallenstein einen prachtvollen und luxuriösen Herrensitz bauen – getreu dem Familienmotto: „Dem Neide zum Trotz!“ (Invita invidia!)

Durch das Barockschloss und seine pompösen Gemächer führen mehrere Besichtigungstouren, die den Besucher in das 18. Jahrhundert zurück versetzen. Damals wurden aus der Bibliothek in Duchcov, eines weiteren Schlosses der mächtigen Wallensteins, 22 000 Bände hierher gebracht. Die Bibliothek in Duchcov verwaltete damals der bis zu seinem Tod im Exil lebende Frauenheld, Diplomat und Intrigant Giacomo Casanova.

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