Landštejn

29. 4. 2013

Dem Wegzoll war es zu verdanken, dass die Burgbesitzer zu einem beträchtlichen Vermögen kamen. Die Wegführung war jedoch der Grund für ständige Konfl ikte mit den ebenso mächtigen Nachbarn, den Herren von Hradec.

Der Streit mündete in einem Krieg und schließlich in einem persönlichen Duell der verfeindeten Nachbarn, bei dem Wilhelm von Landstein getötet wurde. Die Wegführung wurde anschließend geändert, weshalb die Burg an Bedeutung verlor.

  

Warum sich ein Besuch lohnt

Diese massive Burg befi ndet sich in der unberührten Natur des südlichsten Zipfels Böhmens, die wegen ihres rauen Klimas „Böhmisches Kanada“ genannt wird. Sie gehört zu den bedeutendsten romanischen Sehenswürdigkeiten in Mitteleuropa und wurde im 13. Jahrhundert zur Verteidigung des wichtigen Handelswegs und der Grenze zwischen den böhmischen Ländern und Österreich erbaut. Obwohl von der Burg nur Ruinen erhalten sind, wirkt sie bis heute äußerst respekteinfl ößend.

Dank der umfassenden archäologischen Forschungsarbeiten und der ausgestellten Fundstücke kann man sich ein Bild vom luxuriösen Leben der Burgbewohner im 13. und 14. Jahrhundert machen. Sie gehörten zur damaligen Crčme de la Crčme und führten einen ausschweifenden Lebensstil, was sich in den von ihnen gesammelten Kunstgegenständen sowie in ihren technischen Errungenschaften widerspiegelt.

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