Křivoklát

3. 5. 2013

Der königliche Herrschaftssitz Křivoklát (Pürglitz) wurde im 13. Jahrhundert als ein Stützpunkt des Herrschergeschlechts der Přemysliden errichtet.

Später diente er auch als Staatsgefängnis. Edward Kelley, Alchemist am Hofe von Kaiser Rudolf II. war hier wegen der Ermordung eines kaiserlichen Beamten bei einem verbotenen Duell drei Jahre eingekerkert.

Warum sich ein Besuch lohnt

Inmitten bewaldeter Hügel leuchtet der weiße Rundturm der alten Burg mit ihrer weitläufigen Festungsanlage. Wegen ihrer idealen Lage inmitten tiefer Wälder voller Wild war diese Burg bei vielen böhmischen Herrschern äußerst beliebt. In den Burgsälen fanden zahlreiche Feste, Festessen und Trinkgelage statt, aber auch wichtige politische Gespräche und schicksalhafte diplomatische Verhandlungen.

Nach zahlreichen Bränden wurde die Burg bis ins 20. Jahrhundert hinein umfassend renoviert. Der einzige Raum, in dem die ursprüngliche Ausstattung erhalten geblieben ist, ist die gotische Kapelle mit einem reichlich verzierten Holzaltar. Spuren der böhmischen Könige und Zeugnisse ihres prächtigen Lebensstils sind in jedem einzelnen Winkel anzutreffen. Dies ist auch den Denkmalpflegern zu verdanken, die nach den einst von hier verschwundenen Sammlungen suchen und diese wieder zurückbringen.

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