Kokořín

29. 4. 2013

Der österreichische Kaiser Ferdinand bezeichnete nach dem Dreißigjährigen Krieg die verwahrloste mittelalterliche Burg als „verfl uchte Burg“, die nicht mehr renoviert werden durfte.

Daher wurde sie von Raubrittern und Dieben in Beschlag genommen, die das Gebiet rund um die Burg in Angst und Schrecken versetzten. Im 19. Jahrhundert, in der Romantik, wurde die Ruine neu „entdeckt“ und diente fortan als Inspirationsquelle für zahlreiche Schriftsteller und Künstler.

Warum sich ein Besuch lohnt

Diese Burg in der malerischen Sandsteinlandschaft, die reich an Seen und kleinen Dörfern, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, ist, befi ndet sich nur 40 km von Prag entfernt. Als sie Ende des 19. Jahrhunderts vom Prager Unternehmer Václav Špaček gekauft wurde, war sie bereits seit langer Zeit nur noch eine verlassene Ruine. Unter der Aufsicht von vier renommierten Kunsthistorikern ließ Špaček sie aufwändig restaurieren und machte sie der Öff entlichkeit zugänglich. Im Tal unter der Burg ließ er ein Naherholungsgebiet, ein Schwimmbad und Tennisplätze errichten, wodurch die Region Kokořín zu einem beliebten Erholungs- und Ausfl ugsziel wurde.

Von den Wandelgängen und dem massiven Zylinderturm aus hat man einen wunderschönen Ausblick auf das Naturschutzgebiet Kokořín.

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