Burg Karlštejn

Burg Karlštejn
19. 7. 2013

Burg Karlštejn und ihr wohlbehüteter Schatz

Burg Karlštejn (Karlstein) nimmt unter den tschechischen Burgen eine Sonderstellung ein. Sie wurde vom böhmischen König und römischen Kaiser Karl IV. erbaut, um dort den königlichen Schatz – eine Sammlung heiliger Reliquien sowie die Kronjuwelen – aufzubewahren. Die Anordnung der einzelnen Burggebäude von der unteren Ebene bis zum Kaiserpalast und zum alles überragendem Turm ist wohldurchdacht und wirkungsvoll. In der Burgkapelle des Heiligen Kreuzes kann man die Gemälde des Meisters Theoderich betrachten. Machen auch Sie sich auf zur meistbesuchten Burg Tschechiens und entdecken Sie jahrhundertealte Schätze!

Burg Karlštejn wurde im Jahre 1365 errichtet und hebt sich gegenüber anderen Burgen nicht nur wegen Ihrer schönen Ausgestaltung, sondern auch wegen der Anordnung ihrer Bauten gemäß ihrer Wichtigkeit in Stufen hervor. Auf der niedrigsten Ebene befindet sich die Unterburg mit dem Burggrafenhaus und dem originellen Brunnen, darüber erstreckt sich der zweigeschossige Kaiserpalast mit dem königlichen Schlafzimmer, den Gemächern für den Hofstaat und die Fürstinnen, auf einer weiteren Ebene prangt der Marienturm mit Gebetsräumen, und an der Spitze sehen Sie den prächtigen Großen Turm, der für die Unterbringung des böhmischen Königsschatzes bestimmt war. Erklimmen Sie die Burg von der untersten Stufe bis zum Gold und den Edelsteinen im Turm!

Die Kapelle des Heiligen Kreuzes im Großen Turm

Die Kapelle des Heiligen Kreuzes im Großen Turm war von solch großer Bedeutung, dass Karl IV. sie als Zeichen seiner Demut nur barfuß betrat und sie mit drei Eisentüren und neun Schlössern sichern ließ. Ihre Gestaltung lehnt an die Beschreibung des Himmlischen Jerusalems in der Offenbarung an. Die Kapelle diente als Schatzkammer für die Kronjuwelen und barg auch die Reliquiensammlung des Königs. Die Kapelle mit vier Fenstern, die teilweise mit Halbedelsteinen verglast sind, dem Kreuzgewölbe mit profilierten Rippen, den Fresken aus dem Leben Christi und den 129 einzigartigen Heiligen-Tafelbildern von Meister Theoderich machen den Besuch dieses weihevollen Ortes zu einem wahrhaft überirdischen Erlebnis.

Ein von Menschenkraft betriebener Brunnen

Auf Burg Karlštejn finden Sie neben den herrlich verzierten Räumen auch Kopien der böhmischen Kronjuwelen und der Kronjuwelen des Heiligen Römischen Reiches sowie einen 80 Meter tiefen Brunnen vor, in den der Eimer zum Wasserschöpfen über ein Schöpfrad herabgelassen und hinaufgezogen wurde. Der Brunnen wurde einst mit Menschenkraft betrieben.

Die Legenden über Burg Karlštejn

Schon immer war Burg Karlštejn eine Muse für Künstler. Einer Erzählung nach war die Burg nur für die weltlichen und geistlichen Angelegenheiten von König Karl IV. bestimmt, weshalb Frauen der Zutritt verwehrt blieb. Eine weitere Legende berichtet von einem blinden Musiker, der auf der Burg Laute spielte und von einem treuen Hund begleitet wurde. Bei einem Besuch sollte der Herzog von Braunschweig von einem heimtückischen Kammerherrn vergiftet werden. Der Herzog bekam einen Kelch mit Gift gereicht, gab ihn jedoch dem blinden Lautenspieler, der den ganzen Tag so schön gespielt hatte. Der treue Hund ließ seinen Herrn jedoch nicht aus dem Becher trinken, sondern sprang auf seinen Schoß und trank den Becher selbst aus.

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