Schloss Jindřichův Hradec

22. 5. 2014

Ein verheerender Brand im Jahr 1773 zerstörte das Schloss und einen Großteil der Renaissancegemächer samt Gemäldesammlungen.

Später verfiel das nur provisorisch überdachte und leer stehende Gebäude. Das Schmuckstück der Renaissancearchitektur, der prächtige Musikpavillon im Park mit seiner ausgezeichneten Akustik, wurde zu einem Holzschober, Schweinestall und Lagerraum für erlegtes Wild umfunktioniert. Erst im 20. Jahrhundert begann man die historische Bedeutung dieses Schlosses zu schätzen. Dank fast zwanzig Jahre dauernder Sanierungsarbeiten wurden dem Schloss endlich sein besonderer Glanz und seine beeindruckende Schönheit zurückgegeben.

Warum sich ein Besuch lohnt

Die italienischen Meister brachten aus der Wiege der Renaissance, Italien, die mediterrane Leichtigkeit und Anmut mit und übertrugen sie auf die malerische und leicht hügelige südböhmische Landschaft mit ihren Wäldern und Seen. Die alte Burgfestung wurde zu einem prächtigen Schloss mit Palästen, die durch Arkaden miteinander verbunden sind, umgebaut. Die weitläufigen Gebäude, Höfe und Parkanlagen harmonieren perfekt mit der nahe gelegenen denkmalgeschützten Stadt.

Adam II. von Hradec ließ radikale Umbaumaßnahmen nach italienischem Vorbild durchführen. Der schönste Palast mit seinen beeindruckenden Renaissancegemächern wurde nach ihm benannt. Es heißt, dass die sagenumwobene „Weiße Frau“ in der Küche der einstigen mittelalterlichen Burg süßen Brei für die Untertanen kochte. Einer Legende nach spukt ihr Geist auf allen Schlössern und Burgen ihrer Vorfahren.

Favoriten