Rejvíz (Reihwiesen)

12. 11. 2013

Märchenhafte Bergsiedlung, zauberhafte Natur und mystisches Gespenst – dies alles ist Rejvíz!

Die Glasmacher- und Holzsiedlung Rejvíz sei zusammen mit dem Berg Praděd (Altvater) für einen der schönsten Orten von Gesenke bezeichnet. Die Hochebene mit malerischen Blockhäusern, umgeben von Wiesen und Wäldern, erinnert an Märchen, in der Nähe liegt darüber hinaus das unikale Naturreservat!

Geschnitzte Holzstühle aus der Pension Rejvíz

Das größte Lockmittel von Rejvíz, der höchstens gelegenen Gemeinde in Schlesien (780 m über dem Meeresspiegel), stellt das Webereimuseum neben der Kirche und die Pension Rejvíz dar. In das Blockgasthaus aus dem Jahre 1795 kommen Leute aus ganz Europa, um die Kollektion der geschnitzten Originalholzstühle anzusehen, dessen Rücken mit Porträten der hiesigen regelmäßigen Besucher verziert sind. Heute erzeugen sie im Auftrag einen solchen Stuhl für jeden, kaum jemand weiß jedoch, dass diese Tradition bereits am Anfang des 20. Jahrhundert von dem damaligen Pensionsinhaber, Herrn Brauner, einem Tischler aus der Gemeinde Jeseník gegründet wurde.

Aus Rejvíz zum Sühnteich (Mechové jezírko)

Rejvíz ist ein guter Ausgangspunkt für Wander- und Radausflüge, sowie für Langlaufausflüge im Winter. Zu einem der beliebten Ausflugsziele zählt der Große Sühnteich, das größte Moor Mährens, welches vor 6 bis 7 000 Jahren entstand. Die Moortorfschicht in ihm ist bis 3 m hoch. Unweit von ihm liegt der Kleine Sühnteich, der jedoch bereits ganz verwachsen ist und für die Öffentlichkeit unzugänglich ist. Die Moorumgebung der mystischen Teiche mit schwarzem Wasser ist mit Holzstegen durchgewirkt, die im Halbdunkel des Waldes verschwinden – sie schützen das wertvolle Naturreservat vor Beschädigung und man kann nur zu Fuß begehen!

Phantoms aus Rejvíz

Ähnlich wie der Sühnteich haben einen besonderen trüben Charakter auch Legenden über das lokale Gespenst, über das Phantom des Hirtens Gill. Manche Legenden und Sagen stellen ihn als einen kleinen Hirtenjungen vor, in anderen Legenden tritt er jedoch als ein grauenvoller Alte auf, der durchgefroren und hungrig um das Moor herumirrt und um Hilfe ruft. Auf das Wehklagen des Teichhirtens ist es nicht ratsam zu antworten, und wer vielleicht mit ihm Mitleid hätte und würde auf ihn rufen, der stirbt binnen Jahr. Genauso gut sagt man, dass wer sich zu ihm näherzukommen wagte, den Gill in das bodenlose Moor verschleppen würde. Da das Phantom jedoch einen Groll vor allem auf diejenigen hat, wer außerhalb der markierten Stege läuft, genügt es, wenn man sich der sicheren Stege hält. Nebenbei, die geschnitzte Statuette des Hirtens Gill können Sie in der Pension zusammen mit den berühmten Stühlen besichtigen.

Eine weitre Legende umhüllt den Sühnteich selbst. Man erzählt, dass falls Sie sich auf den dunklen Teichspiegel vertiefen, werden Sie die Türme der mythologischen Stadt Hunohrad sehen. Ihre Bewohner haben angeblich die Glaubensboten Kyrill und Method vertrieben und der Gott ließ sie zur Strafe auch mit der Stadt im Bruch verschwinden.

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