Blatná

29. 4. 2013

Dieser repräsentative Sitz des Adelsgeschlechts in Blatná stand oft im Mittelpunkt des politischen Geschehens im böhmischen Königreich.

Die Schwester von Jaroslav Lev von Rožmitál, Johanka, heiratete Georg von Podiebrad und wurde böhmische Königin. Jaroslav leitete, da er ein sehr gebildeter und geschickter Diplomat war, im Namen seines Schwagers die berühmte Friedensabordnung an den europäischen Höfen.

Warum sich ein Besuch lohnt

Der weiß-rote Turm der steinernen Wasserburg, für den die Stadt berühmt ist, wurde im Spät-Mittelalter von den Herren von Rožmitál erbaut. Sie bekleideten wichtige Posten im Staatsdienst, waren berühmt für ihren Hang zu einem ausschweifenden Lebensstil und ließen sich von der hochentwickelten Kultur des westeuropäischen Adels inspirieren. Den Umbau des alten Palastes zu einem prächtigen dreistöckigen Palast im gotischen Renaissance-Stil leitete der berühmte königliche Architekt Benedikt Ried.

In den Gemächern befi nden sich hauptsächlich Gemäldesammlungen der heutigen Schloss-Besitzer, des Adelsgeschlechts der Hildprandt, denen das Schloss schon seit dem 18. Jahrhundert gehört. Sehenswert ist das Arbeitszimmer und die Ausstellung über den berühmten tschechischen Arzt und Naturwissenschaftler des 19. Jahrhunderts, Jan Evangelista Purkyně, der hier in seinen Jugendjahren als Erzieher arbeitete.

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