Die jüdischen Pfade in der Umgebung von Pilsen

Rabštejn nad Střelou
25. 4. 2013

Entdecken Sie die jüdischen Schätze in und um Pilsen

Die Region um Pilsen war jahrhundertelang eine Schnittstelle verschiedener Kulturen und Religionen. Davon zeugen auch heute noch zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Die jüdische Gemeinschaft spielte in der Region eine besonders wichtige Rolle und ihre Bauten, Traditionen und Gebräuche sind bis heute noch lebendig. Begeben Sie sich auf eine Entdeckungsreise zu jüdischen Häusern, Synagogen und Straßen und erforschen Sie deren Geschichte. Die sogenannten „jüdischen Wege durch die Pilsener Region“ können Ihnen als Orientierungshilfe dienen und werden Sie zu den bedeutendsten jüdischen Denkmälern führen, die bereits seit Jahrtausenden einen wichtigen Teil der tschechischen Kultur darstellen.

Es gibt vier verschiedene Rundwege und alle starten in Pilsen. Die Heimatstadt des weltberühmten Bieres, das zu den weltweit besten gehört, blickt gleichzeitig auf eine faszinierende jüdische Geschichte zurück. Besuchen Sie in Pilsen die zweitgrößte Synagoge Europas und drittgrößte weltweit: die Große Synagoge. Der erste Rundweg führt von Pilsen nach Rabštejn nad Střelou (Rabenstein an der Schnella), wo Sie den jüdischen Friedhof, ein Kloster und eine Burgruine besichtigen können. Der Weg führt von hier weiter nach Nečtiny (Netschetin), wo es Reste eines jüdischen Friedhofs zu sehen gibt (versteckt im Wald). In Pňovany (Neuhof) befindet sich ein jüdisches Gässchen mit einer ehemaligen Synagoge. Der Rundweg endet in Touškov (Tuschkau), wo das Haus von Salomon Löbl steht. Falls Sie sich auch für Sehenswürdigkeiten des Christentums interessieren, empfehlen wir eine Besichtigung des Klosters in Plasy (Plaß) sowie das wunderschöne Barockschloss in Manětín, von dem es heißt, es sei die kleinste Stadt Europas.

Durch das Berounka-Tal auf den Spuren jüdischer Vergangenheit

Der zweite jüdische Rundweg startet ebenfalls in Pilsen und führt nach Rokycany, das mit einem neuen jüdischen Friedhof, Kirchen und einer Festungsanlage aufwartet. Der Weg führt von hier nach Radnice, wo Sie das jüdische Ghetto und eine Synagoge besichtigen können. Anschließend geht es nach Terešov mit seinem jüdischen Gässchen und einem Schloss und dann weiter nach Hřešihlavy ( (Rescholau) und Kožlany (Koschlan), wo es erhaltene jüdische Friedhöfe zu besichtigen gibt.

Romantische jüdische Friedhöfe im Süden der Pilsener Region

Der dritte Rundweg führt an jüdischen Friedhöfen im Süden der Pilsener Region vorbei. Zunächst geht es nach Štěnovice und Dolní Lukavice, mit ihren schönen Schlössern. Der Weg führt weiter nach Přeštice (Pschestitz), wo es einen herrlichen Erzdekanats-Dom zu sehen gibt und anschließend nach Švihov (Schwihau), wo Sie unbedingt die Wasserburg besichtigen sollten. Entweder Sie beenden Ihren Rundweg in Merklín, oder fahren weiter zum bemerkenswerten Benediktinerkloster in Kladruby (Kladrau), dessen Dom mit bizarrer Kuppel zu den schönsten in Tschechien gehört.

Das einzige erhaltene jüdische Ghetto der Region

Der vierte Weg führt von Pilsen nach Spálené Poříčí (Brennporitschen), wo es ein jüdisches Gässchen, ein Haus samt Küche und einen Friedhof zu besichtigen gibt. Sehenswert ist auch das Renaissanceschloss des Städtchens. Von hier führt der Weg weiter in die Stadt Kasejovice mit ihrem jüdischen Ghetto samt Synagoge und Museum. Anschließend geht es weiter ins Städtchen Nepomuk, das als Geburtsort des heiligen Johannes Nepomuk bekannt ist. Der Weg endet schließlich in Blovice, wo Sie neben dem jüdischen Friedhof auch ein bezauberndes Schlösschen besichtigen können. Und falls Ihr Entdeckergeist noch nicht müde ist, begeben Sie sich doch nach Starý Plzenec (Altpilsen) mit seiner berühmten Rotunde aus dem 10. Jahrhundert oder besichtigen Sie die eleganten Schlösser Kozel (Waldschloss) und Nebílovy (Nebilau).

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