Felsenlabyrinth im Kokořínsko

Burg Kokořín
22. 5. 2014

Im Felsenlabyrinth des verwunschenen Kokořínsko!

Möchten Sie für wenigstens einen Tag vom Gewühl der modernen Welt ausruhen und an einem Ort verweilen, wo die Zeit langsamer läuft? Entdecken Sie die sogenannte Daubaer Schweiz, wo nicht weit entfernt von Prag bizarre Sandsteinfelsen, glasklare Seen, tiefe Wälder und eine der romantischsten tschechischen Burgen auf Sie warten. Spazieren Sie durch eine Landschaft, die aussieht wie in den schönsten Märchen, eine Landschaft, die die Seele umschmeichelt.

Eine romantische Silhouette, Dominante der Landschaft und einst eine „verfluchte Burg“. Das ist die Burg Kokořín (Kokorschin), die auf einem Felsausläufer über dem romantischen Tal Kokořínský důl liegt. Wenn Sie im Schatten ihrer runden Türme laufen, können Sie sich kaum vorstellen, dass hier im Erdmittelalter einmal der Meeresgrund war. Sie können Ihre detektivischen Fähigkeiten einsetzen und dessen Überreste finden, die bis heute in der Landschaft auffallen. Bei der Besichtigung werden Sie die bewegte Geschichte der Burg erfahren, die im Dreißigjährigen Krieg vom österreichischen Kaiser Ferdinand zu den „verfluchten Burgen“ gezählt wurde, deren Wiederaufbau untersagt wurde. Das lag an ihrer günstigen Lage, die die herrschende Macht bedrohte. So wurde die Burg Zufluchtsort von Raubrittern, die lange Zeit die weitere Umgebung in Angst und Schrecken hielten. Scheuen Sie nicht die Mühe, auf den runden Burgturm zu steigen, von welchem Sie einen herrlichen Ausblick auf das ganze Kokořínsko haben.

Legendenumwobene alte Burgen

Mögen Sie geheimnisvolle Orte mit einer besonderen Ausstrahlung? Dann besuchen Sie unbedingt die Burg Houska. Es heißt nämlich, dass sie auf einem Loch steht, welches direkt in die Hölle führt und vom furchtbaren schwarzen Mönch ohne Gesicht bewacht wird. Eine weitere Besonderheit ist auch der Felsen, der die ganze Burg durchdringt und von innen wie von außen zu sehen ist. Auch die majestätische Burg Bezděz (Bösig) ist sagenumwoben. Sie liegt hoch auf der Spitze eines Berges und dominiert die ganze Umgebung. Es wird erzählt, dass Mönche einst auf der Burg einen Schatz vergraben haben. Welch besondere Energie diese Burg hat, zeigt auch die Tatsache, dass Karel Hynek Mácha, der berühmteste tschechische Dichter der Romantik und Kind dieser Gegend, hier seine Inspiration fand.

Vom Irrgarten zu Tutanchamun

Im Kokořínsko finden Sie jedoch nicht nur architektonische Denkmäler, sondern vor allem eine herrliche Naturlandschaft, die wie geschaffen ist, um sie zu entdecken. Viele Kilometer ausgezeichneter Wanderwege führen durch die Landschaft. Auf den kleinen Pfaden zwischen den Felswänden können Sie Ihre Phantasie spielen lassen, was die bizarren Gebilde wohl darstellen mögen. Zu den Schönsten gehört beispielsweise die Felsklamm in der Nähe der Weggabelung bei Hájovna, wo Sie zwischen den Felsen, die hoch über Ihre Köpfe ragen, herumspazieren können. Wenn Sie romantisch veranlagt sind, kommen Sie abends zum Aussichtspunkt über den Felsen, die eine schöne Szenerie für einen Sonnenuntergang bilden. Ein echtes Erlebnis ist auch der Weg durch das Felslabyrinth, wo Sie einige steile Felsen überwinden müssen. Als Lohn für Ihre Anstrengung erwartet Sie nicht nur ein wunderbares Gefühl, sondern auch der Anblick des hiesigen Tutanchamuns.

Schauen Sie dem Kokořínsko unter den Deckel!

Rauschende Wälder, himmlische Ruhe, farbige Blätter und Felsen auf Tritt und Schritt. Das ist der Wanderweg Cinibulkova stezka, wo Sie vollkommen in die harmonische Welt der Natur eintauchen können. Es ist der tschechische Mount Rushmore. So können wir mit ein bisschen Übertreibung die Teufelsköpfe bei der Gemeinde Želízky nennen. Wenn Sie hier heraufsteigen, erwarten Sie zwei große Reliefköpfe von Märchengestalten, die an Teufelsfratzen erinnern. Mögen Sie es außerdem, ihren Blick über die weite Landschaft schweifen zu lassen? Dann ziehen Sie ordentliche Schuhe an und steigen Sie auf den Aussichtspunkt bei Romanov oder Čapská palice (Tschapkeule), wo sich die Natur des Kokořínsko vor Ihnen ausbreitet. Kein Besuch der Daubaer Schweiz kommt ohne den Besuch des Wahrzeichens aus, der sogenannten Topfdeckel (pokličky). Wie schon der Name sagt, kommen Sie sich hier vor wie in einer riesigen Küche. Die Topfdeckel entstanden durch Verwitterung des hiesigen Kalksteins und erinnern in ihrer Gestalt an Deckel, die auf 12 Meter hohe Säulen gelegt wurden. Schauen Sie nur genau hin, in ein paar Jahren können sie schon erodiert sein. Und trinken Sie gerne Wein? Dann unternehmen Sie einen Ausflug ins nahe gelegene Mělník! In der historischen Stadt am Zusammenfluss von Moldau und Elbe können Sie den besten Wein kosten, der auf den Weinbergen der Umgebung wächst.

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