Gang einer mittelalterlichen Mine.
Das historische Stadtzentrum wurde
zusammen mit dem Dom der heiligen
Barbara und der Klosterkirche
Mariä Himmelfahrt in Sedlec
in die Welterbeliste der UNESCO
aufgenommen.
Warum sich ein Besuch lohnt
In Kutná Hora befindet sich im Stadtteil
Sedlec ein weltweit einzigartiges
Beinhaus (Kostnice), dessen Verzierung
aus menschlichen Knochen von 40.000
Verstorbenen eines zerstörten Friedhofs
besteht. Das Beinhaus befindet sich
in der Krypta der Kirche. Nach der
Zerstörung des einstigen Klosters
ging die Kirche mit dem Beinhaus
in den Besitz des Adelsgeschlechts
der Schwarzenberger aus Orlík über,
denen das heutige Aussehen
des Beinhauses zu verdanken ist.
Die Königliche Silberfeier (Královské
stříbření) ist ein historisches Fest,
das den Besuch des böhmischen
und römischen Königs Wenzel IV.
in Kutná Hora nachstellt. Der Umzug
des Hofstaats, der Ritter, Bürger
und Bergleute in historischen
Kostümen führt während des
Wochenendes mehrmals täglich durch
die Stadt. Zummittelalterlichen Flair
tragen Ritterturniere, ein historischer
Jahrmarkt, Hoffeste und ein
Feuerwerk bei. Das Fest findet
immer im Juni statt.
Kutná Hora ist auch wegen
der Kunstgalerie GASK (Galerie
Středočeského kraje), die sich
im ehemaligen Jesuitenkolleg befindet,
ein beliebtes Ausflugsziel. Zu sehen
gibt es hier insbesondere tschechische
moderne Kunst des späten 19. und
frühen 20. Jahrhunderts. Die GASK
präsentiert auch die zeitgenössische
Kunstszene.
GPS des Infozentrums:
49°56‘59.125“N, 15°16‘7.410“E
84 km, 1:30 Std.
Es gibt eine Direktverbindung
vomHauptbahnhof zu jeder
geraden Stunde, Fahrtzeit 60min.
Der Bahnhof in Kutná Hora
ist 3 km vom Zentrum entfernt.
Es gibt Verbindungen mit dem
öffentlichen Nahverkehr.
KutnáHora
Zu Recht wird die Stadt des Silbers
Kutná Hora auch als „die Schatzkammer
des Landes“ bezeichnet. Die
Silberförderung brachte ihr Reichtum,
der wiederum den wirtschaftlichen
Aufstieg des Böhmischen Königreichs
ermöglichte.
Das einzigartige Gebäude, das den
Besuch dieser königlichen Stadt
zu einem eindrücklichen Erlebnis macht,
ist der spätgotische Dom der heiligen
Barbara (Chrám sv. Barbory), der
der Schutzpatronin der Bergleute
geweiht ist. Der Bau dieses
architektonischen Meisterwerks dauerte
über 500 Jahre und der Dom war bald
das Aushängeschild für die Macht
und die Bedeutung dieser Stadt des
Bergbaus. Ein weiteres Prunkstück
der Stadt ist die Klosterkirche Mariä
Himmelfahrt (Katedrála Nanebevzetí
Panny Marie a sv. Jana Křtitele)
im Stadtteil Sedlec, die wegen ihrer
großen Fenster zu Recht als Tempel
des Lichts bezeichnet wird. An ihrem
Umbau im Stil der Barockgotik war
der bedeutende böhmische Architekt
Johann Blasius Santini-Aichl beteiligt.
Beachten Sie bei der Stadtbesichtigung
auch den Steinernen Brunnen und
den Welschen Hof (Vlašský dvůr),
der einst als zentrale Münzanstalt
und als Sitz der böhmischen Könige
diente. Im Böhmischen Silbermuseum
(České muzeum stříbra) erläutert
eine anschauliche Ausstellung
die Silberförderung in Kutná Hora.
Während der Besichtigung steigt man –
ausgestattet mit einer Lampe,
einem Helm und in Bergmannskluft
– durch den 250 m langen
6 Ausflüge von Prag aus
7
1,2-3,4-5,6-7 10-11,12-13,14-15,16-17,18-19,20-21,22-23,24-25,26-27,...28