Marienbad
Im Jahr 1197 entdeckten
Prämonstratensermönche in den
Wäldern um die heutige Stadt Marienbad
(Mariánské Lázně) Heilquellen. Aber
es vergingen noch weitere 600 Jahre
bis der Ort den Status eines Kurbades
erhielt. Benannt wurde Marienbad nach
der Marienquelle. Im 19. Jahrhundert
schossen ringsherum Kurhäuser
wie Pilze aus dem Boden. Als Goethe
im Sommer 1823 in Liebe zur jungen
Ulrike entflammte, war ein Aufenthalt
in Marienbad bereits eine
gesellschaftliche Pflicht geworden.
Zu den Gästen zählten unter anderem
auch die Opernsängerin Ema Destinová,
die Komponisten Richard Wagner und
Frédéric Chopin, der Schriftsteller Franz
Kafka und der Erfinder Thomas Edison.
Die Bedeutung dieser Kurstadt wird
auch dadurch ersichtlich, dass sie sich
zusammen mit anderen europäischen
Städten um einen gemeinsamen
Eintrag in die UNESCO-Welterbeliste
bewirbt. In Marienbad kann man bei
den verschiedensten Heilanwendungen
herrlich entspannen und köstliche
Oblaten probieren.
Warum sich ein Besuch lohnt
Das Prunkstück und das meistbesuchte
Denkmal der Stadt ist zweifelsohne
die Gusseiserne Kurkolonnade mit
der Singenden Fontäne, die in der Regel
alle ungeraden Stunden (von April bis
Oktober) ein bekanntes Musikstück
erklingen lässt. Wenn Sie eine
romantische Ader haben, kommen
Sie am Abend hierher, denn dann wird
die Musik von Lichteffekten begleitet.
1905 eröffnete der englische König
Eduard VII. den ersten Golfplatz
in Böhmen. Höhepunkt der
Clubgeschichte war die Entscheidung
der britischen Königin Elisabeth II.
demGolfclub im Jahr 2003 den
Titel „Royal Golf Club“ zu verleihen.
Auch deshalb gilt Marienbad
als Diadem im Juwelenschatz
der Böhmischen Kurbäder.
GPS des Infozentrums:
49°58‘31.091“N, 12°42‘10.767“E
170 km, 1:50 Std.
Es gibt Direktverbindungen
vomHauptbahnhof (alle zwei
Stunden), Fahrtzeit 2:50 Std.
Karlsbad
Als Karl IV. im Jahr 1350 in den
Wäldern, die zu seiner Burg Loket
gehörten, das heiße Wasser des Sprudels
(Vřídlo) kostete, beschloss er, an dieser
Stelle ein Kurbad zu gründen. 200 Jahre
später besuchten Karlsbad (Karlovy
Vary) bereits zahlreiche berühmte Gäste
aus aller Welt und die Stadt war zur
Perle des westböhmischen Kurdreiecks
geworden. Karlsbad wird übrigens
als Favorit für die Aufnahme
in die UNESCO-Welterbeliste gehandelt.
Welchem Vergnügen wenden wir uns
zuerst zu? Einem Spaziergang durch
die Kurkolonnaden und einer Verkostung
der 12 Quellen? Der Schönheit
der Kirchenbauten? Dem Becherovka
und den Oblaten? Den Stars
und Sternchen beim internationalen
Filmfestival? Der exklusiven Atmosphäre
bei einer Partie Golf oder beim
Pferderennen? Sie haben die Qual
der Wahl!
Warum sich ein Besuch lohnt
Der größte Schatz Karlsbads sind
die 12 heißen Mineralquellen, die zur
Behandlung von Verdauungs- und
Stoffwechselstörungen aber auch
von onkologischen Erkrankungen
und Krankheiten des Bewegungsapparats
eingesetzt werden. In der Stadt können
Sie aus einem Dutzend herrlicher
Villen, Häuser und Kureinrichtungen
Ihre Unterkunft auswählen. Zu den
bedeutenden Hotels gehören das Grand
Hotel Pupp, das Hotel Imperial
und das Hotel Thermal.
Ein fester Bestandteil der Stadt
ist schon seit über 150 Jahren
das MuseumMoser, dessen luxuriöses
Glas auch als das Glas der Könige
bezeichnet wird. Die Ausstellung zeigt
insgesamt 2000 Exponate.
Die Ausstellung in den frisch
renovierten Kellern im Jan-Becher-
Museum, wo der Becherovka bereits
seit 143 Jahren erzeugt wird,
ist unbedingt einen Besuch wert!
An der Bar können Sie den Likör
selbstverständlich auch kosten.
GPS des Infozentrums:
50°13‘47.864“N, 12°51‘51.866“E
130 km, 1:40 Std.
Es gibt eine Direktverbindung vom
Hauptbahnhof (alle zwei Stunden),
Fahrtzeit 3:20 Std.
Es gibt eine Direktverbindung
vom Busbahnhof Florenc (stündlich),
Fahrtzeit ca. 2:15 Std.
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