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Reges Kulturleben
Was wäre ein noch so schöner Kurort ohne üppiges
Kulturangebot. Und so übertreffen sie sich gegensei-
tig mit kulturellen Highlights – von der Eröffnung der
Kursaison im Mai, bis hin zu speziellen Weihnachts-
oder Silvesterprogrammen. Das ganze Jahr über jagt
ein Event das andere: Film- und Musikfestival mit
Stars aus aller Welt, Konzerte und Theatervorstellun-
gen und wenn gerade mal nichts auf dem Programm
steht, kann man immer noch ein Museum oder eine
Galerie besuchen oder auch„nur“ einen Ausflug in die
malerische böhmische Landschaft machen.
Zauberhafte Atmosphäre
Die Anfänge des tschechischen Kur- und Bäderwesens reichen bis ins 15. Jahrhundert zurück, manche ihrer
Heilmitteln werden jedoch schon nahezu 2000 Jahre lang genutzt. Zahlreiche berühmte Persönlichkeiten
wussten ihre wohltuende Wirkung zu schätzen und suchten in diesen Bädern Genesung oder Erquickung, so
zum Beispiel Karl IV., Peter der Große, Maria Theresia, Johann Wolfgang Goethe, Mitglieder der Bankiersfamilie
Rockefeller, aber auch der tschechische Prosaiker Bohumil Hrabal. Die meisten der einheimischen Kurorte und
Heilbäder vermitteln bis heute einzigartiges Jugendstilambiente, als die Damen noch mit langen Roben und
kecken Hütchen am Arm ihrer Gentlemen im Frack durch die Kolonnaden flanierten... Aber auch weniger
nostalgisch veranlagte Menschen, die auf moderne und abwechslungsreiche Freizeitaktivitäten stehen, kom-
men bei Sport, Spiel, Shopping und sonstigen zeitgemäßen Tätigkeiten auf ihre Kosten.
Sportliche Aktivitäten
Die Kur geht Hand in Hand mit einem gesunden Le-
bensstil. Kein Wunder also, dass die Umgebung der
Kurorte und Heilbäder nur so strotzt vor Möglichkei-
ten zur gesunden Bewegung – von Wanderwegen
und Radrouten über berühmte Golfplätze bis hin zu
Skigebieten und Skiwanderwegen. In manchen Bä-
dern bekommt man zur Kur auch gleich noch einen
Angelschein dazu.
Kurort-Spezialitäten
Wer nie die warmen Kuroblaten oder Liköre ausprobiert hat – der war wohl gar nicht zur Kur. Die einzel-
nen Bäder haben gewöhnlich ihren eigenen traditionellen Kräuterlikör und der berühmte Karlsbader Be-
cherbitter (Becherovka), scherzhaft auch 13. Karlsbader Quelle genannt, bildet nur die Spitze vom Eis-
berg. Und die zarten Kuroblaten? Sie sind nicht nur eine ausgesprochene Delikatesse, sondern auch ein
hübsches Mitbringsel. Unser Tipp: Ihr zarter Nuss- oder Vanillegeschmack exzelliert auf der Zunge, wenn
man sie ein wenig aufwärmt. Die schönste Erinnerung an einen Kuraufenthalt ist wohl ein typischer
Trinkbecher aus Porzellan, Steingut oder Glas. Ihre Form kommt nicht von ungefähr – bei der Trinkkur
hilft sie die Wassertemperatur und den Kohlendioxidgehalt aufrecht zu erhalten und der hohle Henkel
mit Rüssel dient zum bequemen Trinken.
WARUM EIGENTLICH ZUR KUR?
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