74 Burgen und Schlösser
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Ro+mberk
Warum sich ein Besuch lohnt
Den schönsten Blick auf die massive
mittelalterliche Burg und die
romantische Landschaft Südböhmens
hat man vom sogenannten Englischen
Turm aus. Dazu muss man jedoch fast
200 Treppenstufen erklimmen.
Aus der Geschichte
Diese Burg, die Mitte des 13. Jahr-
hunderts errichtet wurde, gehört zu den
ältesten Burgen des Adelsgeschlechts
der Witigonen, der Vorfahren
des bedeutendsten böhmischen
Adelsgeschlechts, der Herren von
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hatten gleich nach dem König die
zweitmächtigste Position inne. Dieses
Adelsgeschlecht brachte eine Vielzahl
an gebildeten und unternehmerisch
geschickten Persönlichkeiten hervor.
Am beliebtesten ist jedoch Perchta von
Rosenberg, die der Legende nach seit
ihrem Tod auf den Adelssitzen spukt.
Das Porträt der berühmten
Weißen Frau (Perchta von Rosenberg)
schmückt den Rosenberg-
Saal, den man auf dem ersten
Besichtigungsrundgang sehen kann.
Hier wird man in die Zeit der letzten
Rosenberger, Wilhelm und Peter
Wok von Rosenberg versetzt. Auf der
zweiten Besichtigungstour
kann man die Geschichte des
Adelsgeschlechts der Buquoy, dem
die Burg ab 1620 bis zum Ende
des Zweiten Weltkrieges gehörte,
entdecken. Dieser Rundgang führt
durch die privaten Gemächer der
Familie im zweiten Stock der Burg.
V–XI Dienstag–Sonntag,
IV und X an Wochenenden
und Feiertagen, XI–III täglich.
Im Sommer führen mittelalterlich
verkleidete Burgführer durch die Burg
(VII-VIII).
Státní hrad
382 18 Ro+mberk nad Vltavou
Slavkov
(Austerlitz)
Warum sich ein Besuch lohnt
Das Schloss erlebte in der zweiten Hälfte
des 18. Jahrhunderts seine Blütezeit.
Damals herrschte hier Wenzel Anton Graf
Kaunitz, der einem alten mährischen
Adelsgeschlecht entstammte und dem
über vier Jahrhunderte das Herrschaftsgut
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politischen Entscheidungen der
Habsburger Monarchie mit. Auf seinem
pompösen Schloss bewirtete er unter
anderem auch Kaiserin Maria Theresia.
Er war ein Kunst- und Buchliebhaber,
der ohne Rücksicht auf die Zensur
„umstürzlerische“ Zeitungen über die
Aufklärung und die neuen revolutionären
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Aus der Geschichte
Die reichlich verzierten Gemächer und
die beeindruckende Gemäldegalerie
spiegeln den italienischen Lebensstil
auf dem Schloss wider. Im berühmten
ovalen Saal wurde ein wichtiges Kapitel
europäischer Geschichte geschrieben:
Nach der berühmten Dreikaiserschlacht
wurde hier der Waffenstillstand zwischen
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Die wichtigsten Augenblicke dieses
berühmten Ereignisses sind in einer
Videoprojektion festgehalten.
Tipp: Jedes Jahr wird Anfang
Dezember auf dem Schlachtfeld
von Slavkov (Austerlitz) die Schlacht
nachgestellt, in der Napoleon
Bonaparte eine zahlenmäßig größere
Armee, die vom österreichischen
Kaiser und dem russischen Zaren
angeführt wurde, besiegte. Zudem
gibt es einige Sehenswürdigkeiten
zu sehen, darunter auch das im
Jugendstil erbaute Friedensdenkmal,
die man in Begleitung der
Schlossverwalter oder auch alleine
jederzeit besichtigen kann.
Das Schloss erlebte in der zweiten
Hälfte des 18. Jahrhunderts seine
Blütezeit. Damals herrschte hier
Wenzel Anton Graf Kaunitz, der einem
alten mährischen Adelsgeschlecht
entstammte. Ihm gehörte das
Herrschaftsgut vier Jahrhunderte
lang. Der Fürst wirkte an wichtigen
politischen Entscheidungen der
Habsburger Monarchie mit. Auf
seinem pompösen Schloss bewirtete
er unter anderem auch Kaiserin
Maria Theresia. Er war Kunst- und
Buchliebhaber, der ohne Rücksicht
auf die Zensur „umstürzlerische“
Zeitungen über die Aufklärung und
die neuen revolutionären Ströme
direkt aus Frankreich bestellte.
IV–XI Dienstag–Sonntag,
VI–VIII täglich.
Palackého nám!stí 1
684 01 Slavkov u Brna
1...,54-55,56-57,58-59,60-61,62-63,64-65,66-67,68-69,70-71,72-73 76-77,78-79,80-81,82-83,84-85,86-87,88-89,90-91,92-93,94-95,...102