62 Burgen und Schlösser
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NovéM!sto
nadMetují
Warum sich ein Besuch lohnt
Das heruntergekommene Barockschloss
wurde Anfang des 20. Jahrhunderts
vom reichen Textilfabrikbesitzer
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führten die schon zur damaligen
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umgebaute Schloss wurde mit modernen
technischen Errungenschaften wie etwa
Wasserleitungen, einer Zentralheizung,
Strom- und Telefonanschluss, einem
Essens- und einem Personenaufzug
eingerichtet.
Aus der Geschichte
Im 17. Jahrhundert erwarb der
schottische Wachtmeister Walter von
Leslie das Schloss mit anliegendem
Herrschaftsgut. Er wurde zum
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befördert, als Belohnung für seine
Beteiligung an der Ermordung von
Albrecht von Wallenstein und anderer
böhmischer Adeliger, die des Aufstands
gegen den Kaiser beschuldigt wurden.
Die renovierten Gemächer,
die sowohl repräsentativen, als auch
privaten Zwecken dienten, wurden
von tschechischen Künstlern in
verschiedenen künstlerischen Stilen
gestaltet: im Jugendstil, Art Deco,
Kubismus und Funktionalismus.
V und VI, IX Dienstag–Sonntag,
VII und VIII.
täglich, IV, X
an Wochenenden und Feiertagen.
Husovo nám!stí 1201
549 01 Nové M!sto nad Metují
Olomouc
Warum sich ein Besuch lohnt
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in Olmütz (Olomouc) für die böhmische
Geschichte ist nur mit der der Prager
Burg vergleichbar. Der Burgteil
aus dem 12. Jahrhundert, der als
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prunkvollen Steinfenstern gilt als
eine der bedeutendsten europäischen
Sehenswürdigkeiten der romanischen
Wohnarchitektur. Einen Kontrast dazu
bildet der hochmodern umgebaute Teil
des Schlosses, in dem ein Kunstmuseum
untergebracht ist. Die jungen
Architekten erhielten dafür zahlreiche
prestigeträchtige Auszeichnungen.
Aus der Geschichte
Der erste böhmische König Vratislav II.
gründete im Jahr 1063 in Olmütz einen
Bischofssitz. Im Jahr 1306 ereignete sich
auf dieser Burg ein bis heute ungeklärtes
Verbrechen, nämlich der Mord am
sechzehnjährigen König Wenzel III.,
der sich hier vor seinem geplanten
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läutete das endgültige Ende der einzigen
böhmischen Herrscherdynastie, der
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waren über 400 Jahre lang an der Macht.
Die Burg wurde danach den Geistlichen
überlassen.
In der Dauerausstellung des
Erzbistums können künstlerische
Besonderheiten aus dem
12. bis 18. Jahrhundert besichtigt
werden – es handelt sich um
eine der bemerkenswertesten
mitteleuropäischen Sammlungen
alter Malerei und Tresorschätze der
Olmützer Erzbischöfe. Aufgrund
der Vielzahl an Exponaten und der
hochkarätigen Ausstellungen ist das
hiesige Museum die zweitwichtigste
Adresse für bildende Künste nach der
Nationalgalerie in Prag.
V–X Dienstag–Sonntag.
Václavské nám!stí 3
771 11 Olomouc
1...,42-43,44-45,46-47,48-49,50-51,52-53,54-55,56-57,58-59,60-61 64-65,66-67,68-69,70-71,72-73,74-75,76-77,78-79,80-81,82-83,...102