52 Burgen und Schlösser
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Loket
Warum sich ein Besuch lohnt
Der tschechische Name der Burg Loket
(Ellbogen) und der gleichnamigen
Stadt unterhalb der Burg, hat seinen
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zwar aufgrund der Stelle, an der der
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die an einen Ellbogen erinnert, formt.
Der berühmte Herrscher Karl IV. hielt
sich hier am liebsten auf und entspannte
bei der Wildjagd in seinen Wäldern.
Einer Legende nach entdeckte seine
Jagdgefolgschaft eines Tages eine heiße
Quelle, durch die das kranke Bein des
Königs geheilt wurde. Direkt an dieser
wundertätigen Quelle, in der Nähe von
Loket, gründete Karl IV. anschließend
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Vary (Karlsbad) heißt.
Aus der Geschichte
Karl IV. mochte die Burg Loket sehr,
obwohl ihn hier sein Vater, der König,
als Kind monatelang gefangen hielt. Als
dreijähriges Kind wurde er seiner Mutter
weggenommen, die er nie wieder
zu Gesicht bekam. Viele Jahre später
wurden hier hin und wieder Adelige
inhaftiert. Ab dem 18. Jahrhundert bis
1949 war die Burg eine Strafanstalt für
„Normalsterbliche“.
Am beeindruckendsten auf
dieser Burg sind die Folterräume.
In den Zellen dieses einstigen
vierstöckigen Gefängnisses sind
bewegliche, lebensgroße Figuren zu
sehen, an denen die verschiedensten
Foltermethoden vorgeführt werden,
begleitet von Schreien, die durch Mark
und Bein gehen.
I–XII täglich.
Mittelalter-Feste (VIII).
Zámecká 67
357 33 Loket
Man!tín
Warum sich ein Besuch lohnt
Das Städtchen bildet mit dem Schloss
ein einzigartiges harmonisches Ganzes,
dem man den Namen „barockes
Schmuckstück Westböhmens“ gab.
Nach einem verheerenden Brand
Anfang des 18. Jahrhunderts beauftragte
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Restaurierung seines Adelssitzes
führende Künstler der böhmischen
Spätbarockzeit.
Aus der Geschichte
Seine unverwechselbare Atmosphäre
verdankt das Schloss den Statuen, die
in der ganzen Stadt verstreut sind und
die sogar die Bundesstraße nach Pilsen
säumen. Die steinernen Statuen der
Heiligen, Giganten, der Allegorien auf
die Elemente sowie der menschlichen
Charaktereigenschaften blicken von
ihren Sockeln im Schloss, auf dem
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herunter und von der Terrasse in die
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entstand Ende des 18. Jahrhunderts
auf dem Schloss, als die Schlossherren
einen ortsansässigen Bildhauer in die
Lehre nach Prag zum berühmten Johann
Brokoff schickten.
Bei der Besichtigung kann man
das Leben auf dem Schloss zur Zeit der
Familie La+ansk( entdecken. Zu sehen
ist auch eine Bilder-Reihe bestehend
aus 13 Werken, die die eingeheiratete
Marie Gabriela malen ließ.
V–IX Dienstag–Sonntag,
IV und X an Wochenenden.
Zámek 1
331 62 Man!tín
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