34 Burgen und Schlösser
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Karl%tejn
Warum sich ein Besuch lohnt
Der böhmische König und römische
Kaiser Karl IV. hätte für die
Aufbewahrung der heiligen Reliquien
und böhmischen Kronjuwelen keinen
besseren Platz wählen können. Er
versteckte die königlichen Schätze
unter dem vergoldeten Gewölbe
der Heilig-Kreuz-Kapelle. Das
goldene, mit Glassteinchen bedeckte
Gewölbe, erweckt den Eindruck eines
Sternenhimmels. Stumme Zeugen des
Geschehens sind die vom berühmten
mittelalterlichen Meister Theoderich auf
Tafelbildern gemalten Heiligen.
Aus der Geschichte
Karl IV. überwachte persönlich den
Bau der kaiserlichen Residenz und die
Ausgestaltung der Gemächer, wobei
er sich zu diesem Zwecke mit seinen
Astrologen beriet. Das heutige Aussehen
der einst gotischen Burg unterscheidet
sich seit dem umfassenden Umbau,
der während der Jahrhundertwende
des 19. und 20. Jahrhunderts erfolgte,
stark vom ursprünglichen Aussehen.
Die Umbaumaßnahmen des Architekten
Mocker wurden damals stark kritisiert und
ihmwurde vorgeworfen, er habe alles viel
zu schön und zu vollkommen gestaltet.
Tipp: Falls Sie nicht zu Fuß den
steilen Berg zur meistbesuchten
Sehenswürdigkeit der Tschechischen
Republik laufen wollen, können Sie im
Dorf unterhalb der Burg einfach in eine
historische Kutsche steigen und sich
bequem hinauf fahren lassen.
Die Räumlichkeiten des
kaiserlichen Palastes und des
Marienturms lassen nicht daran
zweifeln, dass man sich im einstigen
Sitz des größten böhmischen
Herrschers befindet. In einigen
Gemächern, zum Beispiel in seinem
Schlaf- und Arbeitszimmer sowie in
der privaten St. Katharina-Kapelle,
herrscht eine ganz besondere
Atmosphäre, ganz so, als sei Karl IV.
immer noch persönlich anwesend.
VII–VIII, 1. 1.–9. 1., 1. 11.–13. 11.
und 25. 12.–31. 12. täglich,
III–V und IX–X Dienstag–Sonntag,
ansonsten an Wochenenden.
Alljährlich findet eine historische
Königswanderung (in mittelalterlichen
Gewändern) mit den Kronjuwelen
aus Prag zur Burg Karl%tejn statt. Der
Höhepunkt des Mittelalter-Fests ist
ein Ritterturnier, bei dem der beste
böhmische Ritter gekürt wird (VI).
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Ka%perk
Warum sich ein Besuch lohnt
Der böhmische König und römische
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zum Schutz der nahe gelegenen
Goldminen und des Bergreichensteiner
Steigs, eines Handelswegs, der das
Böhmische Königreich mit Bayern
verband, errichten. Als Zeichen seiner
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weisen Prager Erzbischof und ersten
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auch mit der Erziehung seines kleinen
Sohnes, des späteren Herrschers,
Wenzel IV.
Aus der Geschichte
Dass der Herrscher es mit dem Schutz
der Gegend und des Bergreichensteiner
Steigs ernst meinte, beweist das
massive Befestigungswerk der Burg.
Die Seitentürme, mit Ausnahme der
Erker, wurden mit keinerlei Öffnungen
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mit gefährlichen Wurfwaffen angegriffen
werden sollte.
Von den massiven Burgtürmen
aus hat man eine herrliche Aussicht
auf den geheimnisvollen Böhmerwald.
V–X Dienstag–Sonntag,
IV an Wochenenden,
28. 12.–1. 1. täglich.
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