22 Burgen und Schlösser
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Hluboká
nadVltavou
Warum sich ein Besuch lohnt
Weiße Mauern, Zinnen, Schießscharten,
Türme und Türmchen, Erker, ein
gegliederter Grundriss – all das erinnert
an den romantischen Landsitz der
englischen Könige in Windsor. Nach
dessen Vorbild wurde auch das ganze
Gelände des Hluboká-Schlosses und die
es umgebende Landschaft umgebaut.
Aus der Geschichte
Die einstige königliche Wachburg
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Besitzer. Das Adelsgeschlecht der
Schwarzenberg verbrachte hier
dreihundert Jahre, bis zum zweiten
Weltkrieg, als das Schloss von der
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erwachte meist im Herbst zur Jagdsaison
zum Leben, denn dann kam der
vornehme europäische Adel hierher.
Tipp: In der ehemaligen neugotischen
Reithalle neben dem Schloss befindet
sich ein bedeutendes Kunstmuseum,
das nach dem südböhmischen
Maler Mikolá% Ale% benannt wurde.
Der Höhepunkt der hochkarätigen
Ausstellungsstücke ist die berühmte
Sammlung gotischer Gemälde aus
Südböhmen und dem Böhmerwald.
In den Ausstellungsräumen findet das
traditionsreiche Kammermusikfestival
„Musiksommer Hluboká“ statt (VI-VIII).
Auch die Gemächer standen
den englischen und schottischen
Herrensitzen des 19. Jahrhunderts
mit ihrer Eleganz und ihrem Komfort
in nichts nach. Zum Herrensitz
gehörten selbstverständlich auch eine
Privatkapelle, ein eigenes Theater
sowie eine Bibliothek mit etwa
12 000 Bänden. Im Schloss gibt es
etwa 140 Gemächer, von denen viele
mit Familiensammlungen der Herren
von Schwarzenberg ausgestattet und
zugänglich sind.
VII–VIII täglich,
I–VI und IX–XII Dienstag-Sonntag.
Bezru"ova 142
373 41 Hluboká nad Vltavou
Hor%ovsk( T(n
Warum sich ein Besuch lohnt
Dieses wunderschöne Renaissance-Schloss
wurde seit dem 16. Jahrhundert kaum
verändert. Hier werden den Besuchern in
der Hauptsaison fünf Besichtigungstouren
mit einer Gesamtdauer von über fünf
Stunden angeboten!
Aus der Geschichte
Nach einem verheerenden Brand Mitte
des 16. Jahrhunderts entstand auf den
halb zerfallenen mittelalterlichen Ruinen
ein modernes Schloss. Damals gehörte es
dem bedeutenden böhmischen
Adelsgeschlecht der Herren von
Lobkowitz. Wegen ihrer Teilnahme
am Aufstand gegen die Habsburger
Monarchie wurde das Schloss jedoch
beschlagnahmt und zu einer lächerlichen
Summe an das Grafengeschlecht
Trauttmansdorff verkauft, in dessen
Besitz es sich 300 Jahre lang befand.
Der kaiserliche Diplomat Maximilian
Trauttmansdor$ war der Hauptinitiator
der Friedensverhandlungen, die zur
Beilegung des Dreißigjährigen Krieges
führten. In der Schlossbibliothek
befinden sich hierzu kostbare
Dokumente, sowie ein wunderschön
verzierter Gänsekiel, mit dem
Maximilian Trauttmansdor$ im Jahr
1648 imNamen der Habsburger
Monarchie den Westfälischen Frieden
unterschrieb.
V–IX Dienstag–Sonntag,
IV, X an Wochenenden
und Feiertagen.
Nám!stí Republiky 1
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