24 Sakrale Denkmäler
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Westböhmen
Als Anfang des 18. Jahrhunderts
Kuraufenthalte immer beliebter wurden
und immer mehr Russen die wohltuende
Wirkung der
Karlsbader
(Karlovy
Vary)
Heilquellen
entdeckten, musste
auch für das spirituelle Wohl gesorgt
werden. Daher wurden in der Region
mehrere orthodoxe Kirchen gebaut
– die wohl berühmteste ist die
St.-Peter-und-Paul-Kirche
(Chrám sv. Petra a Pavla)
in Karlsbad, die der Bürgermeister
von Franzensbad (Františkovy Lázně),
Gustav Wiedermann, in Auftrag gab.
Er ließ außerdem auch weitere orthodoxe
Kirchen im sogenannten Kurdreieck
errichten: die Kirche des heiligen
Wladimir in
Marienbad
(Mariánské Lázně) im typisch russisch-
byzantinischen Stil mit
Zwiebelturm, sowie die Kirche
der heiligen Olga in
Franzensbad
(Františkovy Lázně) mit einem
zwiebelförmigen Glockenturm und einer
kleineren Kuppel. Die Kirchen bestechen
durch ihre wunderschöne Verzierung.
Die jüngste orthodoxe Kirche befindet
sich im Karlsbader Stadtteil
Doubí
:
die St.-Nikolaus-Kapelle (Kaple
sv. Mikuláše) aus Holz, die erst zur
Jahrtausendwende geweiht und im
sogenannten Susdal-Stil vomMönch
Nikolaj Genadijevič Stěpanov auf eigene
Kosten gebaut wurde.
Die St.-Peter-und-Paul-Kathedrale
in Karlsbad wurde nach Vorbild
der altrussisch-byzantinischen
Kirche imMoskauer Stadtteil
Ostankinski gebaut.
Die Kirche der hl. Olga in Franzensbad
Die St.-Peter-und-Paul-Kirche in Karlsbad
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