22 Sakrale Denkmäler
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Matěj Pavlík, der später zum ersten
orthodoxen Bischof Tschechiens
geweiht wurde, führte die tschechischen
orthodoxen Gläubigen an. Als Bischof
nahm er den Namen Gorazd an und ließ
zahlreiche Kirchen bauen. Er prägte
zudem maßgeblich die heutige Form
der tschechischen Orthodoxie.
Prag
Seit 1935 gehört die
St.-Cyrill-und-
Method-Kirche
(Katedrální
chrám sv. Cyrila a Metoděje)
den orthodoxen Gläubigen. Während
der Besatzungszeit im Zweiten Weltkrieg
ging diese Kirche in die Geschichte
ein – nicht nur in die Geschichte
der orthodoxen Kirche, sondern auch
in die Geschichte Tschechiens. Denn
in der Krypta dieser Kirche versteckten
sich jene Widerstandskämpfer,
die das Attentat auf den Reichsprotektor
von Böhmen und Mähren, Reinhard
Heydrich, verübt hatten. Das nahmen
die Nationalsozialisten zum Vorwand,
um die tschechische orthodoxe Kirche
zu verbieten, Priester und Gläubige
zu verfolgen und zu töten. Bischof
Gorazd wurde wegen seines heldenhaften
Verhaltens und seines Märtyrertods
im Jahr 1987 heiliggesprochen.
Resslova 9a
Praha 2
Die
St.-Michael-Kirche
(Kostelík
sv. Michala) aus dem späten
17. Jahrhundert ist eine absolute
Seltenheit: Diese orthodoxe Holzkirche
mit Volksbarockelementen wurde
ursprünglich in der Ukraine errichtet.
Im Jahr 1929 wurde sie auseinander
gebaut und im Park Kinského zahrada
im Prager Stadtteil Smíchov
neu aufgebaut.
Petřín – Kinského zahrada
Praha 5
Nach 1848 erwachte das
Interesse der tschechischen
Christen für den orthodoxen
Glauben. Im Jahr 1874
wurde der orthodoxen
Gemeinde die Prager
St.-Nikolaus-Kirche
auf dem Altstädter Ring
zur Verfügung gestellt.
DieWege
der orthodoxen
Christen
Die St.-Nikolaus-Kirche in der Prager Altstadt
Die St.-Cyrill-und-Method-Kirche
1...,4-5,6-7,8-9,10-11,12-13,14-15,16-17,18-19,20-21,22-23 26-27,28-29,30-31,32-33,34-35,36-37,38